Belgisches Roulette

Seit dem 15. Mai gestalten wir eine ¼ Seite in allen Ausgaben der Aachener Zeitungen. Ein Thema zieht sich durch alle unsere Beiträge: Das Institut für Risiko- und Sicherheitswissenschaften der Wiener Universität für Bodenkultur, hatte für die StädteRegion Aachen die Ausbreitung der radioaktiven Wolke nach einer Havarie von Tihange 2 untersucht. Wir haben diese Studie in eine allgemeinverständliche Form übersetzt, die Sie in diesem Blog „Belgisches Roulette“ finden. Was ist das? Es geht um Wahrscheinlichkeiten. Genau: Wahrscheinlichkeiten, die an die Bedingung geknüpft sind, dass in Tihange der Ernstfall eintritt und 30% des radioaktiven Inventars verpufft. Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Havarie passiert, kann niemand sagen. Sicher ist nur, dass in unserer Nähe zwei Reaktoren in einem Zustand betrieben werden, für den es keinen Sicherheitsnachweis nach den international anerkannten technischen Regeln gibt. Die Gefahr ist mit den Händen zu greifen. Die Wahrscheinlichkeiten, die das Wetter bei der Verteilung des Fallouts erzeugt, lassen sich heutzutage zuverlässig berechnen. Sie lehren uns, das Risiko und den Grad der Betroffenheit vom „Belgischen Roulette“  einzuschätzen. Roulette beginnt mit der Entscheidung an den Spieltisch zu gehen. Die Entscheidung über der Betrieb der Rissereaktoren liegt nicht in der Hand der Millionen Menschen, die in Europa von einer Havarie betroffen wären. Dieses Zwangsroulette kann nur durch Abschalten der unberechenbaren Quellen des Risikos beendet werden. Unsere Zeitungsbeiträge kann man an dieser Stelle nachlesen, runterladen und weiter verbreiten. Danke an den Aachener Zeitungsverlag, der uns diesen Raum für die Darstellung unserer Sicht der Dinge zur Verfügung stellt und uns grafisch unterstützt. Als PDF- Dateien downloaden: Anzeige vom 15.05.2018 – Anzeige 22.05 – Anzeige 29.05 – Anzeige 05.06. – Anzeige 12.06. – 6. Anzeige 19.06 – Zeitung_7_26.06 – Zeitung_8_03.07 –  Zeitung_9_10.07

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Newsletter vom 26. Februar 2017

Liebe Mitstreiter*innen, unsere Fukushima- Veranstaltung am So, 19.02.2017 im Haus der Kirche wurde von 120 Menschen besucht. Mehr als wir erwartet hatten. Denn schließlich war gleichzeitig der (genauso wichtige) 35. Waldspaziergang in Hambach. Dorthin kamen  1.200 (!!!), um eine leibhaftige rote Linie gegen die Rodung der letzten Reste dieses einmaligen Waldes zu bilden. Weitere Infos: -> Hambach Sogar Busse aus B und NL waren gekommen. Deutschen Gegenbesuch wird es sicher spätestens zur Menschenkette nach Tihange geben 😉 Schon mal vormerken: => Am So, 19. März können und müssen noch mehr die Rote Linie sein. Wir werden mit langem Atem in unserer Region an zwei Fronten gegen die falsche Energieerzeugung kämpfen müssen. Und „Kulturschaffende“ helfen uns dabei. => Zum Fukushima-Jahrestag  (Sa, 11.03.2017)  steigt unser „Kultur kann kämpfen“ – Benefiz für die Tihange Menschenkette. Seit Dienstag gibt es die 180 Eintrittskarten beim Klenkes Ticketshop im Kapuziner Karree. => Oder auch per Überweisung auf unser Spendenkonto unter dem Stichwort: BENEFIZ KARTEN. Die Karten werden dann an der Kasse zurückgelegt. Eine Bitte noch: Wir haben 400 Plakate und 4.500 Flyer drucken lassen. Die Hälfte ist schon verteilt. Aber brauchen noch Hilfe für den Rest. Wenn die Karnevalsplakate aus den Schaufenster verschwunden sind, ist Platz für den Spaß, den der Protest machen kann. Bitte meldet euch zum Verteilen einfach per Mail an post@3rosen.eu Das Programm hat einige Spaßfaktoren zu bieten: – Sketche mit Kurt & Josie vom Kabarett Muita Merda, – Ökotainment gegen Atom- und Kohlefrust mit Martin Unfried aus Maastricht – Generationenübergreifender RAP mit Kristof und Willie Mittelstädt (alias Stevenhill und der Alte) und – Rock mit BAP-Songs von Manni & the Doctors. => Bitte verbreitet den beigefügten Flyer an eure Freunde. Also lasst uns mit dem aktuellen Westwind (solange er noch nicht verseucht ist) zu neuen Aktionen segeln. Robert Borsch-Laaks  

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LEBEN MIT DER KATASTROPHE – Fukushima 6 Jahre danach

So, 19. Februar 2017  15:30 Uhr im Haus der Kirche, Frère Roger Str. 8-10, Aachen Vortrag – Kultur – Diskussion mit der japanischen Journalistin Mako Oshidori. Veranstalter: Initiative 3 Rosen e.V. www.3rosen.eu und Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V. www.sayonara-genpatsu.de Unterstützer: Greenpeace Gruppe Aachen, Aikido- Gruppe im Aachener Judoclub, Evangelischer Kirchenkreis Aachen Japan kommt nicht zur Ruhe. Im Dezember bebte erneut mehrfach die Erde. Ein Warnschuss, den aber die Regierung Abe nicht hören sondern weiterhin das Land massiv auf Atomkurs bringen will. Dennoch: Sechs Jahre nach der Katastrophe sind erst 2 der 54 Reaktoren wieder in Betrieb. Dies ist ein Teilerfolg des Widerstandes der Bevölkerung, von dem man hierzulande leider sehr wenig hört. Deshalb haben wir Mako Oshidori, investigative Journalistin aus Tokyo, eingeladen, um uns aus erster Hand über die wahre Situation in ihrem Land zu berichten: Ø     Über das schwierige Leben der Menschen in der Präfektur Fukushima, Ø     über die Lage im havarierten Kraftwerk und seine Arbeiter, Ø     über den Betreiber TEPCO und die Rolle der Kontrollbehörden Ø     über alles, was in den Massenmedien inzwischen kaum noch vorkommt. In der Pause nach dem Vortrag und danach erwarten uns japanische und deutsche Überraschungen – kulinarisch und kulturell. TV- Berichte über Makos Deutschlandbesuch in 2014 unter diesen Linkl: Bericht 3sat   Bericht NDR Mako Oshidori ist freie Journalistin und einer breiten Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Atomunglück in Fukushima 2011 bekannt. Sie ist die am häufigsten anwesende Journalistin auf den Pressekonferenzen des Kraftwerk-betreibers TEPCO. Sie macht es den Sprechern des Unternehmens sehr schwer, sich ihrer ausdauernden Anwesenheit und ihren hartnäckigen, detaillierten Fragen zu entziehen. Tatsächlich geben leitende Mitarbeiter von TEPCO zu, dass Oshidori auf vielen Gebieten besser informiert ist als sie selbst. Mako Oshidori beendete ein Medizinstudium, nachdem sie erfahren hatte, wie heilend es für die Opfer des Erdbebens von Kobe (1995) sein konnte, zum Lachen gebracht zu werden.  Mako und ihr Mann Ken Oshidori treten auch als Comedy-Duo auf. Nach dem Atomunfall in Fukushima begannen die beiden ihre investigative Berichterstattung als freie Journalisten. Heute berichten sie sowohl über die Situation des Kraftwerks und seiner Arbeiter, als auch über die Reaktionen von TEPCO und den Kontrollbehörden. Beide sind Gründungsmitglieder der unabhängigen Medienagentur LCM Press.  

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Newsletter vom 31. Dezember 2016

Vor einem Jahr versammelten sich 2.000 Aachener*innen zum spontanen Protest gegen den Neustart von Tihange 2. Seit dem hat der Kampf gegen die Risse-Reaktoren das Gesicht von Aachen und drumrum verändert. Der Widerstand erreichte im Westzipfel der Republik eine Breite, die keiner für möglich gehalten hatte. Und das darf und muss weiterwachsen, denn das Ziel ist noch nicht erreicht.

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