Klimastreik — mal anders…

Am Fre­itag, 29.11. war der Kli­mas­treik in Aachen nicht der größte (war auch nicht zu erwarten bei adventlichen Tem­per­a­turen) aber es war sich­er der kreativste und für alle, die dabei sein kon­nten, ein ganz beson­deres Erleb­nis. Über sechs Stun­den war auf dem Platz vor dem Elisen­brun­nen ein buntes Treiben zwis­chen den Stän­den von Green­peace, Nabu, Sci­en­tist, Par­ents, Artists … alle for future. Mit bewe­gen­den Reden, fet­ziger Musik, aber auch Pausen zum Miteinandersprechen.

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Lingen und Gronau — in zwei Akten

Die Atom­fab­riken im Nord­west­en der Repub­lik sind der blinde Fleck des deutschen Atom­ausstiegs. Damit nicht vergessen wird, dass von dort die halbe Welt mit angere­ichterem Uran und Bren­nele­menten beliefert wird, find­et seit langem jährlich eine Demo in Lin­gen statt. Dies­mal auch mit Bussen aus Aachen und dem Wend­land.  Das neu gegrün­dete Bünd­nis AgiEL (Atom­kraft­geg­ner­In­nen im Ems­land) hat­te ein Mot­to gewählt, das den Alters­durch­schnitt der Demon­stran­ten deut­lich senk­te. Die Rote Karte sollte nicht nur Atom son­dern auch der Kohle gezeigt wer­den. Eine große Gruppe aus dem Umfeld von Fri­days 4 Future Mün­ster brachte mit kreativ­en Sprechchören Leben in die größte Kle­in­stadt weit und bre­it.  Dass dies zu ein­er beson­ders denkwürdi­gen Ver­anstal­tung wurde, hat­te allerd­ings mit ein­er sehr speziellen Polizeipräsenz zu tun, die bedrohlich von dem abwich, was zuvor zwis­chen Ver­samm­lungsleitung und Polizei vere­in­bart wurde. Und das war das Übliche gewe­sen für eine angemeldete Demo: Je ein Polizeifahrzeug vorneweg und hin­ter­her und ein paar Schutzpolizis­ten, die den Verkehr regeln. Stattdessen tauchte schon bei der Auf­tak­tkundge­bung am Bahn­hof eine Ein­heit der Bere­itss­chaft­spolizei auf. Zu Beginn der Demo stell­ten sie sich in bes­timmten For­ma­tio­nen auf, die man/frau wohl auf dem Hof der Polizeikaserne lernt. Die Demo sollte durch ein Spalier der Ein­greiftruppe in die Fußgänger­zone marschieren. Dazu ein Augen­zeu­gen­bericht, den ein Aach­en­er Teil­nehmer an das Lin­­gen- Net­zw­erk geschickt hat.  “Es war nicht die größte Lin­­gen- Demo. Es war aber die entschlossen­ste! Vor allem hat mich die Ver­samm­lungsleitung des AgiEL beein­druckt. Dem pro­vokan­ten Polizeiauf­marsch (z.T. in “Kampf­mon­tur”) durch behar­rlich­es Ste­hen­bleiben zu wider­ste­hen, war eine große und mutige Leis­tung. Cha­peau! Immer solange wieder-ste­hen bleiben, bis die Truppe am Straßen­rand sich dor­thin bewegte, wo sie hinge­hört — wenn sie schon da ist: An den Anfang oder das Ende des Zuges. Das musste ein paar Mal wieder-holt wer­den, bis sie es kap­piert hat­ten.  Es war für mich nach vie­len Demo­er­fahrun­gen das erste Mal, dass ich erleben durfte, wie einige Hun­dert Men­schen friedlich, aber bes­timmt eine Polizeitruppe dirigiert haben. Offen­sichtlich waren einige von ihrer Ein­sat­zleitung — nach ihrer Klei­derord­nung zu urteilen — darauf eingeschworen wor­den, “Krawall­mach­er” raus zu pick­en. Schließlich wurde ja ein deut­lich sicht­bares Trans­par­ent mit “Ende Gelände- Logo” mit­ge­führt und auch eine schwarz/rote Fahne war zu sehen. Oh Gott, wirf Hirn herunter. Ken­nt ihr immer noch nicht deren Gand­his­chen Kodex?  Aber klar, eure Heeresleitung braucht die Feind­bilder und zur Not provoziert sie die Krawalle sel­ber, oder was? Wenn das eure Rech­nung war, dann haben wir alle sie euch heute gründlich ver­mas­selt 😉 Es war die kollek­tive Beson­nen­heit, die es ermöglichte, dass die Demo bere­its jet­zt großes Echo in den Medi­en aus­gelöst hat, und zwar ein solch­es, das sich mit den Inhal­ten unser­er Forderun­gen auseinan­der­set­zt.  Das Finale der Kom­mu­nika­tion mit der Ein­sat­zleitung soll nicht ver­schwiegen wer­den: Als sich nach dem Abbiegen von der Fußgänger­zone an einem kleinen Platz, doch nochmal die Ein­greiftruppe in voller Bre­it­seite ent­lang der Demor­oute präsen­tierte, weigerten wir uns alle im vorderen Block, dieses Spießruten­laufen mit zu machen. Und dann kamen uns die wendländis­chen Xam­bis­tas zu Hil­fe, stell­ten sich davor und zeigten, wer hier den Rhyth­mus vorgibt —

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Die Fridays und Greta

Am glob­alen Streik­tag let­zten Fre­itag waren es in Aachen 8.000 Men­schen von ganz jung bis Ur-Opa/O­­ma von Schüler bis Unternehmer und ihre Mitar­beit­er. Ein beson­deres High­light waren die Artists for Future, die als Poli­tik­er in den Brun­nen am Euro­platz stiegen, und auch noch, als ihnen das Wass­er bis zur Hüfte und zum Halse stand, mit beschwichti­gen­den und belehren­den Gesten und Mimik ihre Rat­losigkeit demon­stri­eren. https://youtu.be/-bO3ngJ8y_o In der Tat ist das Klima­paket der Bun­desregierung alles andere als der „große Wurf“, den man zu Recht beim UN Gipfel zur Lobpreisung hätte präsen­tieren kön­nen. Wenn man weit wer­fen will, muss man trainieren. Wer aber sein Train­ingsziel (2020) abse­hbar weit ver­fehlt, der sollte vielle­icht den Train­er wech­seln oder aus eigen­er Ein­sicht ganz neue Stim­u­lantien anwen­den.  Na gut, Sven­ja Schulze hat sich abgemüht, Kon­trollmech­a­nis­men einzubauen. Auch war es nicht mehr möglich die CO2 ‑Bepreisung aus dem Paket rauszuhal­ten, nach­dem sog­ar 70% von CDU und SPD Wäh­lern das forderten.  Aber die Lächer­lichkeit von 10 €/to kann jed­er für seinen Heizen­ergie Ver­brauch auf einem Bierdeck­el aus­rech­nen. Wie? Schauen Sie auf Ihre let­zte Rech­nung vom Liefer­an­ten für Gas, Öl oder Strom. Dort ste­hen ihre Fak­ten. Wenn Sie z.B. als Durch­schnitts­fam­i­lie zwei bis drei tausend kg CO2 pro Jahr für Heizung und Warmwass­er emit­tieren, dann belastet Sie die neue Steuer jährlich mit ganzen 30 €. Ist das ein dringlich­es Motiv Energies­par­maß­nah­men am Haus in Erwä­gung zu ziehen? Kann unser Finanzmin­is­ter nicht rech­nen? Oder war kein Bierdeck­el zur Hand? An Gre­ta schei­den sich die Geis­ter Gre­ta Thun­bergs Segeltörn über den atlantis­chen Ozean und ihre Auftritte in den USA und auf der UN- Kli­makon­ferenz sor­gen nicht nur bei Poli­tik­ern zu Abwehrreak­tio­nen. Auch in der Presse beeilen sich manche Kom­men­ta­toren ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein Beispiel von vie­len ist Clau­dia Scholz, die als Redak­teurin im Stuttgarter Presse­haus in der let­zten Woch­enen­daus­gabe groß aufgemacht das Con­­tra-Gre­­ta lieferte.  Sie unter­stellt der Aktivistin eine “antifrei­heitliche Hal­tung”. Wen sie, Frau Scholz, vor Unfrei­heit schützen will, sagt sie gle­ich danach: “Alle, die unab­hängig sein wollen von Bus und Bahn, die dor­thin fliegen wollen, wo sie aus Spaß oder Beruf­s­grün­den hin­müssen, die essen wollen, was sie wollen”.Aus Spaß irgend­wohin fliegen müssen —  eine großar­tige Beschrei­bung der Zwang­haftigkeit der Spaßge­sellschaft.  Und noch einen oben drauf: “Die Wis­senschafts­gläu­bigkeit der Schü­lerin ist fatal.” Der Autor Peter Siller, der Frau Köh­lers Con­tra Gre­ta State­ment in der Stuttgarter Online Wochen­zeitung Kon­text bis­sig kom­men­tierte, bemerkt dazu: „Der Kli­mawan­del: fake news? Das kan­nte ich bis­lang nur von einem Präsi­den­ten (weit­er weg) und ein­er Partei (ganz nah).“ Nach­le­sen lohnt sich unter. Der Kampf geht weit­er – bleibt alle heit­er Noch ist das Klima­paket nicht durch Bun­destag und Bun­desrat. Die Entwürfe der daraus fol­gen­den Geset­ze und Verord­nun­gen sind noch nicht geschrieben. Deshalb rufen die Umwel­tor­gan­i­sa­tio­nen gemein­sam zu Nachbesserun­gen auf. Zur Unter­stützung unter­schreiben kann man z.B. Hier Wir soll­ten von diesem „busi­ness as usu­al“ nicht zu viel erwarten. Wir müssen uns darauf  ein­richt­en, einen lan­gen Atem zu haben. Die jun­gen Leute wer­den auch das vor­ma­chen und die Alten mitreißen. Seid dabei. Es ist eine his­torische Chance. Nehmen wir

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Fr, 20.09.2019. Ein Friday for Future für alle

Habt ihr einen Moment Zeit für die Wochen­pla­nung? Ist alles schon ver­plant! Und der Fre­itag? Geht nicht! Ich muss arbeit­en. Mein Chef gibt mir nicht frei, um mit den „Schuleschwänz­ern“ zu demon­stri­eren.  Moment mal. Hast du Kinder? Wie wär’s mit einem Urlaub­stag als per­sön­lich­es Opfer für die Zukun­ft, der­er, die nach uns noch auf Plan­et A leben wollen? Ein Ja! dazu wird euch reich belohnen. Mit einem Erleb­nis, von dem ihr noch euren Enkeln erzählen kön­nt: Ich war dabei!  Am Fre­itag, dem 20. Sep. 2019, dem glob­alen Kli­mas­treik­tag.  Rezo, der mit den blauen Haaren, hat unsere Poli­tik­er vor der Europawahl in Erk­lärungsnöte gebracht. Jet­zt ist es die „Mai“, eine grandiose youtu­berin, die uns die Leviten liest. Aber das fordert beim Sur­fen eine knappe ½ Stunde Zeit zum Auf­passen. Nehmt euch die Zeit — und zwar jet­zt – eine halbe Mil­lion Men­schen haben das schon vor euch geschafft.  Hier der Link:  https://www.youtube.com/watch?v=4K2Pm82lBi8 Wer lieber den Sci­en­tist for Future zuhören mag, kann deren aktuelles Video hier anschauen. Dauert nicht ganz so lang. Kli­mas­treik in Aachen Ab 10.00 h ver­sam­meln wir uns am Elisen­brun­nen. Irgend­wann, wenn der Platz die Men­schen­massen nicht mehr fasst, geht es über die Peter­straße, Blüch­er- und Europaplatz zur Abschlusskundge­bung und zum Feiern aller Gen­er­a­tio­nen im Kennedy­park. Das Wet­ter wird schön spät­som­mer­lich sein. Wer kann da noch im Büro, der Fir­ma, der Uni oder Schule bleiben und über seine Ausre­den grü­beln? Wir brauchen keinen europaweit­en Streik­tag wie am 21. Juni, um mit Tausenden in Aachen zu zeigen, was Jung und Alt von der Poli­tik und sich sel­ber fordern! Kommt zuhauf, wün­scht das 3 Rosen Team. 

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Noch keine Sommerpause

Unisono erk­lären alle Ver­ant­wortlichen, dass sie den „Kohlekom­pro­miss“ 1:1 umset­zen wollen. Egal ob Bun­des- oder Lan­despoli­tik­er oder RWE-Vorständler. Was sie aber tun, ist was ganz anderes. Ini­tia­tiv­en der Bun­desumwelt­min­is­terin Sven­ja Schulze befind­en sich im Sper­rfeuer der Kri­tik­er aus der Union. Alt­maier ist unfähig die Struk­­tur­wan­del- Mil­liar­den für den Kohleausstieg mit geset­zlichen Vor­gaben zum Kli­maschutz zu verknüpfen. Und RWE macht weit­er wie vor Jahrzehn­ten geplant.  Jet­zt ste­ht die Weichen­stel­lung für die Grund­wasser­ab­senkung 2020 bis 2030 für den Tage­bau Ham­bach unmit­tel­bar bevor. Das Ober­bergamt in Arns­berg, hat die Umweltverträglichkeits-Prü­­fung für den RWE Antrag zur „Sümp­fung“ von 450 Mio. cbm Grund­wass­er pro Jahr im kom­menden Jahrzehnt veröf­fentlicht. Dieses Video aus der WDR- Lokalzeit vom 23.07. erk­lärt die Hin­ter­gründe.  Ein­sprüche kön­nen nur noch bis zum 6. Aug. 2019 ein­gere­icht wer­den. Und diese soll­ten nicht nur von den Umwel­tor­gan­i­sa­tio­nen son­dern von möglichst vie­len besorgten Bürg­ern kom­men. Lasst uns den Briefkas­ten, das Fax und die Mail­box der Genehmi­gungs­be­hörde fluten mit Schrift­stück­en, mit denen sie sich qua Amt beschäfti­gen müssen. Jede/r kann das tun!  For­mulierung­shil­fe für unser gutes Recht Ihr müsst euch nicht durch tausende Seit­en RWE- Doku­mente quälen. Diese gibt es Online HIER. Auf dieser offiziellen Web­seite des Bergamtes ste­hen auch die Reg­u­lar­ien für die Zustel­lung der Ein­wen­dun­gen (Post, Fax oder dig­i­tal sig­niertes Mail)  Drei Vorschläge helfen, eure per­sön­liche Stel­lung­nahme zu for­mulieren. Es sind dies alle­samt Auszüge von Ein­sprüchen aus der Zivilge­sellschaft und sind von den Autor*innen zur eige­nen Ver­wen­dung freigegeben. Sie haben unter­schiedliche Schw­er­punk­te und Textlän­gen. Von ein­er kurzen Klimapoli­tis­chen Stel­lung­nahme über eine aus­führliche Textsamm­lung bis hin zu ein­er fach­lich fundierten Detailkri­tik zur Gefährdung der Wasserver­sorgung im großen Einzugs­ge­bi­et der ver­stärk­ten Sümp­fungs­maß­nah­men (let­zteres mit Bild­ma­te­r­i­al, Down­load dauert etwas). Nach den Wochen der Proteste gegen das Vor­rück­en der Bag­ger an den Wal­drand (zulet­zt kamen am So, 14.07. über 600 Men­schen zum Waldspazier­gang) ist jet­zt der Wider­stand an der Com­put­er-Schreib­­mas­­chine drin­gend notwendig. Schreibt mit eige­nen Worten und/oder wählt aus den obi­gen Ange­bote aus. Denn alles was aktenkundig wird, wird nie vergessen wer­den. Eure Enkel wer­den euch danken, dass ihr getan habt, was ihr kon­ntet.  Unser näch­stes The­ma: Gefährden die aktuellen Grabun­gen der RWE-Bag­ger, die derzeit über­all bis auf 50 m an die Wald­kante vor­rück­en, den Wasser­haushalt für die Bäume und das Land? Ein Bild des Köl­ner Fotografen Her­bert Sauer­wein von Mai 2019, zeigt die Gefahr: Ein “Aus­bluten” der noch verbliebe­nen Grund­wasser­reser­voire an der frischen Schnittkante. 

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Bäume können sich nicht aufbäumen…

… der Men­sch sehr wohl. Das las ich let­zthin in einem eher lyrischen Text über das Ver­hält­nis Men­sch und Baum. Und es passt genau auf das, was wir tun müssen, um weit­ere Opfer zu ver­hin­dern. Beim näch­sten Ham­bach­er Waldspazier­gang, So 14.07.2019, wer­den wir uns an der Rodungskante ver­sam­meln, die mit­tler­weile nur noch 50 m von der Tage­baukante ent­fer­nt ist, und den Opfern des RWE Lan­draubs gedenken.  Hier an der Stelle, wo der Bag­ger vor unseren Augen am let­zten Son­ntag bei der spon­ta­nen ROTEN LINIE arbeit­ete, liegen ein dutzend Hain­buchen — ehe­mals kräftige junge Bäume (“jung” heißt im Baum­leben einige Jahrzehnte alt sein). Sie waren der irRWEgi­gen, neuen Her­aus­forderung auf ein­mal Wal­drand zu sein, nicht gewach­sen. Dort wird ein beson­der­er Teil des Waldspazier­gangs am 14.07. in einem trau­ri­gen, aber kraftvollen Auf­bäu­men der Men­schen enden, die sich dort nieder­lassen.  Das Wald­stück, zu dem dies­mal der Waldspazier­gang führt, ist ein leben­des Denkmal des erfol­gre­ichen Wider­standes des let­zten Jahre. Dieser Teil des Blatzheimer Bürge­waldes wurde gerettet durch den ersten gerichtlich ver­fügten Rodungsstopp in der beginnnen­den Rodun­gungs­sai­son 2017. Jet­zt dro­ht diesem einzi­gen Rest­wald nördlich der alten A4 (=ROTE LINIE von 2016) der Garaus dadurch, dass die Tage­baukante immer näher rückt. Das Ein­gangs­bild zu diesem Blog zeigt was nach den neusten Luft­bil­dauf­nah­men und unseren Satel­liten-Recherchen sich abze­ich­nte: Vom 4. bis 6. Juli wurde der west­liche Teil der Förder­band­strecke ver­schwenkt, so dass sie an ihrem End­punkt um etwa 100m vorg­erückt ist, anschauen HIER. Dies erlaubt die Ver­längerung des Föder­ban­des im Osten, so dass über die ganze Bre­ite des Waldes das Tage­bauloch weit­er vor­rück­en kann. An diesem Wal­drand an der noröstlichen Ecke des Ham­bi wollen wir am Son­ntag die Alarm­stufe in ROT leucht­en lassen, in ein­er Pick­et­line auf dem Wall im Gänse­marsch vor­beiziehen und uns schützend vor die Bäume stellen und set­zen. Start: So, 14.Juli, 12.00 h in Man­heim an der Kirche. Michael Zobel zeigt uns auf dem Weg zur alten A4 die grauen­hafte Dor­fz­er­störung und führt uns dann zur BUND Wiese mit dem Ham­bach Mah­n­mal (Gelbes X, dort kann auch starten, wer erst später dazus­toßen kann. Zufahrt frei, Park­plätze vorhan­den). Dort sind wir schon in Sichtweite des Platzes, der im Zen­trum des Spazier­gangs ste­ht. Wir erfahren, was das Bag­gern bis in die Nähe der Wurzeln für den Wasserver­sorgung der Bäume bedeuten kann und vieles mehr vom “Wald­meis­ter” und seinen Mit­stre­it­ern. Weit­ere Infos von ihm HIER. Macht euch auf den Weg, um vor den Som­mer­fe­rien noch mal ein deut­lich zu sagen: Stoppt den Bag­ger! KEINEN METER WEITER! Alarm­stufe ROT … für den Wald … für die Dör­fer … für den Kohlekompromiss 

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Schluss jetzt! Stoppt den Bagger!

Es kam wie es kom­men musste. Der RWE-Konz­ern macht in Ham­bach alles, was tech­nisch möglich ist und ihm nicht ver­boten wird. Am Son­ntag sahen wir bei der spon­ta­nen roten Lin­ie dem gigan­tis­chen Land­fress­er aus näch­ster Nähe bei seinem Zer­störungswerk zu. Bis auf nur noch 50 Meter ist die Tage­baukante an der nordöstlichen Ecke an den Wald herangerückt.  Über die Presse ließ RWE ver­laut­en, dass ihnen das von der Auf­sichts­be­hörde, der Bezirk­sregierung Arns­berg, genehmigt wurde. Nach­forschun­gen des BUND NRW ergaben, dass dies auf Basis eines Gutacht­ens der Geol­o­gis­chen Dien­stes des Lan­des geschieht, das ange­blich diesen Min­i­mal­ab­stand für den Wald als unschädlich ansieht. Dirk Jansen: “Auf unsere Anfrage hin wur­den uns bis­lang wed­er das GD-Gutacht­en, noch die ange­forderten RWE-Pla­­nun­ter­la­­gen über­sandt. Die BezReg wollte uns in der Ver­gan­gen­heit trotz aller Nach­fra­gen nie Abstand­sangaben über­mit­telt. Dass wir das nun über die Medi­en erfahren, spricht für sich.”  Für diesen Blick in den Schlund des Schaufel­rades mit 20 m Durchmess­er brauchte man Son­ntag kein Superteleob­jek­tiv. Die Staub­wolken zeigen die Trock­enkeit der ober­sten Schicht, die vor der Rodung mal frucht­bar­er Wald­bo­den war. Blick von West­en nach dem Ende der Aktion. In der Mitte: Ein leben­des Denkmal — ein junger Hain­buchen­trieb — gewach­sen nach der Rodung 2017.  Keinen Meter weit­er! Wir müssen dran bleiben. Der Bag­ger ist mit­tler­weile am Ende der beste­hen­den Förder­band­strecke angekom­men. Was ist jet­zt geplant? So wie wir den Konz­ern ken­nen­gel­ernt haben, wird er weit­er Fak­ten schaf­fen wollen. Noch haben die Bäume des Wald­stücks nördlich der alten A4 über den größten Teil sein­er Länge einen Abstand 200 bis 300 m vom großen Loch. In diesem Vor­feld gibt es noch guten Boden und eine große Fläche die Nieder­schläge aufnehmen und spe­ich­ern kann. Hier kön­nte wieder Wald wach­sen, wenn der “Wun­sch” der Kohlekom­mis­sion umge­set­zt wird. Unser “Bäum­chen des Jahres” braucht wieder Lebe­we­sen um sich, die seines­gle­ichen sind. Wird man als näch­stes die Förder­bän­der weit­er vor­rück­en? Tech­nisch ist das möglich und die Erdober­fläche in dem dann zugänglichen Bere­ich ist bere­its von den hin­der­lichen Baumwurzeln befre­it wor­den, wie die Videos zeigen. Mit der Freiga­be durch ein willfähriges Ober­bergamt kann dies in Kürze in Angriff genom­men wer­den.  Wir wer­den weit­er­hin das Geschehen mit Satel­lite­nauf­nah­men beobacht­en. Ver­hin­dern kann die Kli­maschutzbe­we­gung das nur, wenn Öffentlichkeit über das reale Treiben von RWE hergestellt wird.  Viele Men­schen müssen das Infer­no mit eige­nen Augen sehen und die Botschaft hin­aus­tra­gen über, was dort geschieht. Die näch­ste Gele­gen­heit dazu ist der 63. Waldspazier­gang mit Michael Zobel und Eva Töller am So, 14. Juli, der dies­mal in Man­heim starten wird. Dort ist die auch andere häßliche Seite der­sel­ben Medaille zu sehen — die rapi­de fortschre­i­t­ende Zer­störung eines Dor­fes.Bitte unbe­d­ingt vormerken und weit­er­sagen! Es wer­den viele gebraucht, um laut und deut­lich vor Ort zu sagen: “Keinen Meter weiter”.

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Keinen Meter weiter! Rote Linie am So, 30.06.

Seit Wochen haben wir aus dem Orbit das Treiben der RWE Bag­ger in Ham­bach beobachtet. In der let­zten Woche war uns klar, dass die Annäherung an die Wald­kante sich drama­tisch zus­pitzen wird.  Am Do, 27.06., hat­ten wir zu einem Pres­seter­min vor Ort ein­ge­laden. Noch am Mor­gen des Tages hät­ten wir nur wenige Meter vom Gigan­ten der Zer­störung ges­tanden. Aber als um 18.00 h mit uns rund 60 Men­schen vor Ort waren, hat­te sich der Bag­ger ein paar hun­dert ent­fer­nt in den Hin­ter­grund ver­zo­gen. Hat­te RWE Angst vor der Öffentlichkeit, vor unbe­que­men Nahauf­nah­men vom Lan­draub an der Wald­kante?  Nun ja, der Bag­ger­fahrer und seine Mas­chine hat­ten ihre Arbeit getan. Sie waren bis an Ende der aktuellen Förder­band­strecke gegan­gen — genau dortin, wo wir es erwartet hat­ten. Die wach­same Secu­ri­ty und die im Wald bere­it­ste­hen­den Polizeikräfte ver­hin­derten, dass die Kam­eras in eine Posi­tion gebracht wer­den kon­nten, um das Loch und seinen Verur­sach­er auf einem Bild zu doku­men­tieren waren. Nur dieses unscharfe Bild aus der WDR Lokalzeit vom 27.06., um die Mit­tagszeit aufgenom­men, zeigt, was wir gerne auch doku­men­tiert hät­ten. Was blieb war ein Blick vom Wall am Wal­drand in das Loch.  Die Protest­gänse auf dem Marsch über den Wall am Saum des Waldes. Lei­der kon­nten wir nicht fliegen. Am Ende hat der Gut-zu-Fuß-Trupp von FFF, PFF & OFF das Nach­laufen mit dem Bag­ger gewon­nen — und ihn bei den Restar­beit­en hin­ter der Schranke des Betrieb­s­gelän­des gestellt. … es geht weit­er: spon­tane Rote Lin­ie, am So, 30.06. Aktive aus der Klim­agerechtigkeits-Bewe­­gung haben kurzfristig die Ini­tia­tive ergrif­f­en und starten um 12.00 h am Kieswerk Col­las zur Wan­derung durch den (kühlen) Wald. Ziel ist der Bere­ich, in dem sich das Dra­ma der let­zten Tage abspielte. Auf dem Wall vor den bedro­ht­en Bäu­men wird dann ca. ab 13.00 h die rote Lin­ie aufge­baut.  Ein ander­er Schweif wird sich von der östlichen Wald­kante näh­ern. Tre­ff­punkt: 12.30 h an der BUND Wiese hin­ter Man­heim. Dort erwarten euch das 3Rosen Team & Friends und gewähren sofort einen Blick in das große Loch im Boden. Beson­ders attrak­tiv für alle Fotografen und Kam­eraleute. Mobil­isiert alle, die ihr erre­ichen kön­nt, damit klar wird, dass Rote Lin­ien auch im Eil­tem­po ein­drucksvoll wer­den kön­nen. Hier noch unsere Pres­se­in­for­ma­tion vom Don­ner­stag mit aus­gewählten und kom­men­tierten Luft­bildern dazu (hil­ft auch zu Ori­en­tierung im Gelände): https://3rosen.eu/wp-content/uploads/2019/06/Presseinfo-27.06_korr‑1.pdf … und der großar­tige Artikel von Bernd Mül­len­der in der taz … und die aktuelle Stel­lung­nahme des BUND, die Dirk Jansen am Don­ner­stag vor Ort der Presse erläutere. … und die Satel­liten­bilder, die im Zeitraf­fer zeigen, wie im Laufe des Juni der Bag­ger marschiert ist und ein Video vom Drohnen­flug vom 25.06. … und ganz frisch ein Satel­liten­bild von heute mor­gen gegen 10 Uhr, das zeigt, dass der Bag­ger wieder an der Waldecke gräbt und noch ca. 30 m weit­er vor­rrück­en und sich dabei weit­er dem Wald näh­ern kann. Ob er mor­gen Mit­tag noch dort zu find­en ist???

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