Raus in den Frühling

Samstag, 23.03.: Sternmarsch der Dörfer im Garzweiler Revier

Man erin­nere sich: Im let­zte Jahr strahlte Anfang Okto­ber noch die Spät­som­mer­son­ne 50.000 Men­schen an, die sich zur großen Demo am Ham­bach­er Tage­bau­rand ver­sam­melten. Am kom­menden Sam­stag leuchtet die große Energiespenderin auf das Garzweil­er Revi­er und die dort bedro­ht­en Dör­fer, denen die RWE- Bag­ger immer näher rück­en.

Die große Aufmerk­samkeit, die der Schutz des Waldes im ganzen Land und inter­na­tion­al erfahren hat, hat auch den Men­schend neuen Mut gegeben, die sich nicht zur Umsied­lung aus ihrer Heimat zwin­gen lassen wollen.

Die lokalen Anwohn­er-Ini­tia­tiv­en erhof­fen sich ganz viel sol­i­darische Unter­stützung beim Stern­marsch am kom­menden Sam­stag. Und die Sonne ist wieder mit dabei und beschert uns mit wun­der­schönem Früh­lingswet­ter!
In 8 Ster­nen­schweifen geht es aus ver­schiede­nen Orten zu Fuß und auf dem Rad nach Keyen­berg.

Alle Anreise Infos unter: https://www.alle-doerfer-bleiben.de

Die Grü­nen organ­isieren ab Aachen (13.15 h Hbf) Busse zum Stern­marsch. Anmel­dung (bis. 21.03.) unter: https://www.oliver-krischer.eu/busanmeldung/

Einige von uns 3 Rosen wollen mit der Bahn und Rad nach Erke­lenz fahren (Abfahrt: 13.37 h AC Hbf — Ankun­ft 14.13 h). Seid rechtzeit­ig im Hbf, dann kön­nen gün­stige 5er Tick­ets kaufen.
Wer ohne Rad­mit­nahme reist, nutzt diese Region­al­bahn bis Wick­rath (2 Sta­tio­nen weit­er). Ab Wick­rath Markt (350 m vom Bf) fahren euch Shut­tle­busse nach Wan­lo. Von dort geht der kürzeste Fuß­marsch (1,6 km) los.

Let­zte Möglichkeit, um noch rechtzeit­ig den Start des Radler­schweifs zu erre­ichen: AC 14.13 h (RE) — Erke­lenz Ankun­ft 14.53 h.

Rück­fahrt mit dem Rad: Keyen­berg — Erke­lenz (direkt ca. 8 km). Ab Erk. Bf. fahren Züge nach AC jew­eils um xx.37 h bzw. xx.02 h
Für Fußgänger wer­den zur Heim­reise Shut­tle­busse nach Wick­rath fahren. Außer­dem kön­nt ihr evt. an den Park­plätzen PKW- Fahrern helfen, ihre Spri­taus­nutzung zu verbessern 😉

Kommt zu hauf. Unsere Unter­stützung wird gebraucht!

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3 Kommentare

  1. Ich fand den Stern­marsch eine gute Aktion. Wenn ich an Kundge­bun­gen teil­nehme, dann gehe ich grund­sät­zlich nicht davon aus, dass ich irgen­det­was bewirken kön­nte. Der Illu­sion gebe ich mich angesichts der poli­tis­chen und wirtschaftlichen Ver­filzun­gen schon lange nicht mehr hin. Wenn ich an Kundge­bun­gen teil­nehme, dann möchte ich damit auf meine Art ein Zeichen set­zen. Am Sam­stag war es mir ein Bedürf­nis, gemein­sam mit all den anderen friedlichen Demon­stran­ten ein Zeichen der Sol­i­dar­itäts­bekun­dung für die Dorf­be­wohn­er von Keyen­berg zu set­zen. Natür­lich war und ist mir bewusst, dass es unter­schiedliche Ein­stel­lun­gen dazu bei den Dorf­be­wohn­ern gibt, und ich respek­tiere die unter­schiedlichen Ein­stel­lun­gen.
    Was ich in Keyen­berg bewusst zu spüren bekam war, wie ein Riss das friedlich anmu­tende Dorf spal­tete. Diese Spal­tung hat sich im Dorf kein einziger Men­sch frei­willig aus­ge­sucht. Er ist aus­gelöst wor­den durch den jahre­lan­gen Druck der per­ma­nent näh­ern­den Schaufel­bag­ger von Garzweil­er und der damit ein­herge­hen­den Zwangsen­teig­nun­gen der Dorf­be­wohn­er durch die RWE.
    Ich habe in einem stillen Rundgang die Häuser, den Kirch­platz, die alten Bäume und Wiesen in aller Ruhe auf mich wirken lassen. Viele Gedanken gin­gen mir dabei durch den Kopf: Wie viele Gen­er­a­tio­nen hat dieses Dorf wohl als Dor­fge­mein­schaft friedlich zusam­men gelebt, in Notzeit­en sich gegen­seit­ig gestützt, zusam­men gelacht und getrauert, sich gestrit­ten und dann wieder zusam­men ger­auft? Wie viele Gen­er­a­tio­nen an Trau­ung und Taufen wer­den die Kirchen­büch­er von Keyen­berg wohl verze­ich­nen und wie viele Geschicht­en kön­nen uns die alten Bäume von Keyen­berg wohl über das Dor­fleben erzählen?
    Für mich ist es nach wie vor unbe­grei­flich, warum eine Wirtschaft im Über­fluss es notwendig haben soll, ganze Dör­fer sys­tem­a­tisch auszulöschen und damit Gen­er­a­tio­nen an gewach­se­nen Verbindun­gen. Was treibt die RWE an, einen der­ar­ti­gen Keil in das Leben unbescholtener Bürg­er zu treiben? Ist es nicht schon schlimm genug, die riesi­gen Krater an Nar­ben in die Mut­ter Erde zu ram­men und den Ham­bach­er Wald den gar aus­machen zu wollen? Müssen jet­zt auch noch nie wieder ver­heilende Nar­ben mit­ten in Dor­fge­mein­schaften geris­sen und Men­schen in Verzwei­flung getrieben wer­den? Was sind das bloß für Entschei­dungsträger an der Spitze der RWE? Über wie viele Leichen wollen sie noch gehen?
    Ich habe mir die Umsied­lungspläne, die an ver­schiede­nen Stellen aushin­gen, genau angeschaut, große, bunte, verkaufs­fördernde Pläne. Ich kenne diese Form von Inve­storen Plä­nen zu genüge! Eins wurde auf den Plä­nen jedoch vergessen zu ver­merken:
    Ein Dor­fleben lässt sich nicht auf dem Reißbrett entwer­fen. Eine Dor­fge­mein­schaft ist über Jahrhun­derte gewach­sen und nicht über Nacht an einem Reißbrett!
    Einen alten Baum verpflanzt man nicht!!!

  2. Zur Erfül­lung des Spir­its:
    “Das geheime Leben der Bäume,
    Was sie fühlen, wie sie komu­nizieren”
    (Peter Wohlleben)
    Der Baum ist mehr, als ein Baum.
    Er IST Wider­stand 🙂

    Bäume sind wie große, vere­in­samte Men­schen
    Her­mann Hesse
    https://youtu.be/JwciWXEXYBs

  3. Vor langer Zeit hat­te ich bei meinem dama­li­gen Pro­fes­sor, ein mir sehr geschätzter, wun­der­voller Men­sch, Architekt und Pro­fes­sor die ein­ma­lige Gele­gen­heit, an einem Buch gestal­ter­isch mitzuwirken. Heute holen mich die Erin­nerun­gen an die Zeit ein, ist doch das The­ma sein­er Büch­er von aktueller Präsenz, heute mehr denn je.
    https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Wilhelm-Landzettel+Das-Dorf-in-dem-wir-leben/id/A02jHXuS01ZZa

    Ich hoffe, wir wer­den am Sam­stag den Früh­ling gemein­sam begrüßen kön­nen. Die Hoff­nung und Auf­bruch ist der Bote des Früh­lings.

    Die 4 Jahreszeit­en: Der Früh­ling
    https://youtu.be/Zy6vcxCkE24

    Nichts lässt uns davon abhal­ten, für eine hoff­nungsvolle Zukun­ft, im Ein­klang mit der Natur, mit unser­er Umwelt, den Dör­fern und dessen Bewohn­ern einzuste­hen.

    Ich werde mich am Stern­marsch beteili­gen, es ist mir ein inneres Bedürf­nis.

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