Lützerath wird zerstört und dann?

“Wir 3 Rosen sind seit Jahren aktiv gegen die unge­hemmte Ver­stro­mung von Braunkohle. Und wir sind ent­täuscht, dass auch die Regierungswech­sel in Berlin und Düs­sel­dorf nicht wirk­lich zu ein­er Befriedung der Kon­flik­te geführt haben. Wir wis­sen um die Auseinan­der­set­zun­gen in der Partei, von der alle ihre Wäh­ler durch die Regierungsver­ant­wor­tung im Bund und in NRW einen Rich­tungswech­sel erhofften. Wir haben aber auch eine Mei­n­ung zu dem, was ger­ade hohe Wellen schlägt, die etwas quer zu dem ver­läuft, was derzeit von “Grü­nen Bash­ing” bis zu ver­bis­sener Vertei­di­gung des gewählten Kurs­es liegt. Wir wis­sen auch, dass wir als eine der zivilge­sellschaftlichen Organ­i­sa­tio­nen für die Energiewende, diese poli­tis­chen Entschei­dung­sprozesse nur äußerst begren­zt bee­in­flussen kön­nen. Den­noch möcht­en wir unsere Ein­schätzung der Lage und ihrer möglichen Entwick­lung im Fol­gen­den zu Diskus­sion stellen.” Die 3 Rosen Posi­tion zu Lützerath Nun prallen die Posi­tio­nen in Lützerath mit großer Vehe­menz aufeinan­der. Die Polizei set­zt das for­male Recht, das auf Seite von RWE ste­ht, gegen die Kli­maschützer vor Ort durch. Jen­seits hier­von nehmen engagierte Men­schen ihr Recht des zivilen Wider­standes wahr — mit ihrem bloßen Kör­p­er, bei Wind und Wet­ter, unter Ein­satz ihrer Gesund­heit. Die meist jun­gen Men­schen kämpfen für ihre Zukun­ft – ganz im Sinne des Urteils des Ver­fas­sungs­gericht­es. Sie kämpfen für eine Sache, die im Bewusst­sein und erst recht im prak­tis­chen Han­deln nicht nur bei der Poli­tik, son­dern auch bei den Men­schen in diesem Land vielfach noch nicht angekom­men ist.  Wir erleben seit etwa 5 Jahren eine drama­tis­che Beschle­u­ni­gung des Kli­mawan­dels — auch in Mit­teleu­ropa. Das zwingt nun zu ein­er ganz anderen Hand­lungs­dy­namik, wenn wir unser Leben noch einiger­maßen in den bish­eri­gen Bah­nen hal­ten wollen. Dazu zählt auch, bish­er als trag­bar einzuschätzende poli­tis­che Kom­pro­misse nochmals zu über­denken. Das forderte auch der Pots­damer Kli­maforsch­er Ste­fan Rahm­storf noch am let­zten Son­ntag: “Die Poli­tik sollte sorgfältig darüber nach­denken, wie ein mas­siv­er Polizeiein­satz für Kohle und gegen Kli­maschützer im Rück­blick in 4 oder 5 Jahren beurteilt wer­den wird, wenn die Kli­maschä­den noch mas­siv­er und offen­sichtlich­er gewor­den sind. Noch ist es nicht zu spät, einen schlim­men Fehler zu ver­mei­den und die Räu­mung abzublasen!” Denkver­bote in Garzweil­er und Ham­bach? Abseits der glob­alen Aspek­te wird bei der Auseinan­der­set­zung um Lützerath unter­schla­gen, dass es auch andere berg­bautech­nis­che Lösun­gen gegen­ben hätte, um den wirk­lich noch erforder­lichen Kohlebe­darf zu sich­ern. Hier­für müssen die Tage­baue Ham­bach und Garzweil­er als Ver­bund betra­chtet wer­den — sowohl in Punk­to Kohle­förderung als auch beim Abraum­man­age­ment. Die Verbindung existiert bere­its real durch die „Kohle­bahn“ zwis­chen den Tage­bauen und den Kraftwerken. Im TB Ham­bach soll die Förderung bere­its 2025/2026 auf ein Drit­tel reduziert wer­den, da dann die Rest­seegestal­tung begin­nt. In ein­er Studie des DIW wurde ein Konzept unter­sucht, die jet­zige Gewin­nungs­böschung vor­rüberge­hend steil­er zu schnei­den (von 1 : 7 auf 1 : 4 oder gar 1 : 3), so wie es an der östlichen Els­dor­fer Böschung bere­its seit Jahr und Tag prak­tiziert wird. Damit wären ohne oberirdis­che Erweiterung des Tage­baus noch 100 bis 150 Mio. t Kohle zusät­zlich zu gewin­nen. Nach Ende der Förderung kann die Böschung wieder abge­flacht wer­den, sowie es an allen

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Atomausstieg in Belgien — Der aktuelle Stand

Auf­grund viel­er Nach­fra­gen von Men­schen, die unsere Web­site nutzen, um unab­hängige Infor­ma­tio­nen über das Hin und Her beim bel­gis­chen Atom­ausstieg zu bekom­men, haben wir uns noch mal drange­set­zt, um zu doku­men­tieren, wie der aktuelle Stand derzeit ist. Also bitte lesen, um zu wis­sen, worauf wir uns als Betrof­fene in Hauptwin­drich­tung der Reak­toren freuen dür­fen … und was noch weit­er­hin unser zivilge­sellschaftich­es Engage­ment braucht, damit die bel­gis­chen Nach­barn den begonnenen Weg zu Ende gehen. (Kleine Vor­war­nung: Der fol­gende Text mag wegen sein­er nicht vemei­d­baren Länge — es geht schließlich um Geschichte und Zukun­ft von 7 Reak­tor­blöck­en — etwas müh­sam sein online zu lesen. Die Alter­na­tive: Den PDF But­ton am Ende drück­en, dann ggf. aus­druck­en und ganz entspan­nt darüber sin­nieren, was wir in den let­zten Jahren in Sachen bel­gis­ch­er Energiewende mit angestoßen haben.) Aktuelle Ergänzung, 10./11.01.2023 Nach dem Jahreswech­sel 2022/23 wurde öffentlich, dass nach einem hal­ben Jahr Ver­hand­lun­gen eine Eini­gung zwis­chen der Regierung und ENGIE/ Elec­tra­bel erzielt wurde, um den Prozess der Pla­nung und Prü­fung ein­er eventuellen LZV in Gang zu set­zen. “An dem Vorhaben soll sich nach Angaben von Min­is­ter­präsi­dent De Croo zur Hälfte der bel­gis­che Staat und zur Hälfte der Betreiber Engie beteili­gen”. Mit dieser For­mulierung sind die Kosten der notwendi­gen Nachrüs­tun­gen gemeint. Das heißt im Klar­text, dass die bel­gis­chen Steuerzahler für ihre Sicher­heit zur Hälfte sel­ber aufkom­men müssen. Auch eine Meth­ode die Stromerzeu­gungskosten aus der Atom­kraft kleinzurech­nen und den Betreibern die Prof­ite zu sich­ern.  Der Brüs­sel­er Kor­re­spon­dent Eric Bonse bez­if­ferte am 11. Jan­u­ar in der taz die Summe, um die es geht auf “rund 20 Mil­liar­den Euro laut franzö­sis­chen Medi­en­bericht­en”. Ob sich dies nur auf für sicher­heit­stech­nis­chen Nachrüs­tun­gen bezieht oder auch die zwis­chen Regierung und ENGIE strit­ti­gen Rück­la­gen für die Atom­mül­lentsorgung und den Rück­bau der anderen Altreak­toren ein­schließt, ist bis­lang nicht dif­feren­ziert pub­liziert wor­den. Die Atom­auf­sicht (FANK) hält in ihrem jüng­sten Dossier vom 14.12.2022 daran fest, dass bes­timmte sicher­heit­stech­nis­che “Verbesserungsmöglichkeit­en… möglicher­weise nach 2025 real­isiert wer­den kön­nen… Dieser neue Zeit­plan erfordert eine Anpas­sung dieser Anforderun­gen”. Es bleibt für uns dabei: Es ist alles zu tun und nichts zu unter­lassen, was die Sicher­heit der Anlage bet­rifft. Vorher ist ein Weit­er­be­trieb der Reak­toren ein No Go. Immer­hin hat man bei der FANK mit­tler­weile zur Ken­nt­nis genom­men, dass eine län­derüber­greifende UVP hier­für erforder­lich ist. Man will sich am Ver­fahren der nachge­holten Beteili­gung für Doel 1 & 2 ori­en­tieren. Hier­bei hat­te sich die zuständi­ge Wirtschaftsmin­is­teri­um der alten NRW Regierung kaum engang­iert. HIER nachzule­sen. Jedoch in NRW hat sich nach dem Regierungswech­sel etwas getan. Die grün geführten Min­is­te­rien für Wirtschaft und Umwelt hat­ten schon im Okto­ber 2022 auf ihren Web­sites mit­geteilt:  „Min­is­terin Mona Neubaur erk­lärte: „ Deshalb ist die Durch­führung von gren­züber­schre­i­t­en­den Umweltverträglichkeit­sprü­fun­gen bei Laufzeitver­längerun­gen von Atom­kraftwerken in angren­zen­den Nach­barstaat­en eine langjährige Forderung Nor­­drhein-West­­­falens. Daher wird sich das Land selb­stver­ständlich an dem Ver­fahren beteili­gen.“ Umwelt­min­is­ter Oliv­er Krisch­er ergänzt: „Wir haben das zuständi­ge Bun­desumwelt­min­is­teri­um deshalb gebeten, den bel­gis­chen Behör­den unsere Beteili­gungsab­sicht­en mitzuteilen. Nor­­drhein-West­­­falen werde die Fed­er­führung für die Öffentlichkeits­beteili­gung auf deutsch­er Seite übernehmen” Eine aktuelle Stel­lung­nahme auf der Min­is­­ter­i­ums- Web­site bekräftigt: “Die Lan­desregierung ver­fol­gt damit das Ziel, die Anrainerinteressen

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Wenn schon — denn schon: Der private Weg zur Wärmewende

Rund 40% der glob­alen CO2- Emis­sio­nen entste­hen für die Heizung der Häuser, in denen Men­schen leben und arbeit­en. Deshalb ist dies ein klimapoli­tis­ches The­ma ersten Ranges. Der Ukraine- Krieg zeigt überdies unsere Abhängigkeit von Energieim­porten und Haus­be­sitzer und Mieter schauen mit Sorge auf die näch­sten Heizkosten­rech­nun­gen. Es geht also um die notwendi­ge „Wärmewende“, den schlafend­en Riesen der Energiewende.Um auf dem Weg hin zu einem nach­haltig bezahlbaren Energie(kosten)budget das Richtige zu tun und teure Irrwege zu ver­mei­den, hat­ten wir in 2022 zwei Dop­pel-Ver­anstal­­tun­­gen zur Wärmewende in alten Wohnge­bäu­den durchge­führt. Der Ref­er­ent war unser 2. Vor­sitzen­der, Robert Borsch-Laaks, der aus sein­er langjähri­gen Arbeit als Bausachver­ständi­ger und Energieber­ater konkrete Ratschläge anbot. Er zeigte, welche Maß­nah­men – bauliche und heiztech­nis­che – wieviel Einsparun­gen brin­gen kön­nen – oder aus prak­tis­ch­er Erfahrung auch nicht. Die The­men der bei­den Teile.Teil 1: Ener­getis­che Gebäude­sanierung: Wo muss die Reise hinge­hen? Mit welch­er Heiz- und Bautech­nik schaf­fen wir enkeltauglichen Wohn­raum in beste­hen­den Gebäu­den?Teil 2 : Den Pullover für das Haus strick­en. Wärmeschutz­maß­nah­men im Detail. Was bringt nach­weis­lich wieviel? Was lässt sich aus Fehlern ler­nen? Die PDF der Vorträge dieser Infover­anstal­tun­gen kön­nen hier run­terge­laden wer­den: Teil 1 und Teil 2. Live Mitschnitte der Vorträge kann man auf der Web­site des Ev. Erwach­se­nen­bil­dungswerks online schauen oder als MP4- Datei herun­ter­laden: Teil 1 (v. 21.10.22) und Teil 2 (v. 28.10.22).   Einen sehr auf­schlussre­ichen (und auch von Laien les­baren) Fachar­tikel der Heizungsexpert*innen Kati Jag­now und Dieter Wolff zum The­ma Wärmepumpen- Hybrid­heizung kann man HIER run­ter­laden. In zwei aktuellen Fachar­tikeln des Ref­er­enten zur Real­isierung der Wärmewende durch die Meth­ode “Wenn schon — Denn schon” kön­nen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen in Ruhe nachvol­l­zo­gen wer­den: Down­load HIER (Teil 1) und HIER (Teil 2). Haben Sie Nach­fra­gen? Wollen Sie sel­ber für Ihr Haus Sanierungss­chritte anpack­en und wis­sen nicht, wo sie anfan­gen sollen? Dann schreiben Sie gerne ein Mail an post@3rosen.eu und unser Ref­er­ent wird sich bei Ihnen melden. 

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Willkommen in der HAMBI OASE der 3 Rosen

Waldbesucher*innen haben seit dem let­zten Jahr einen beson­deren Anlauf­punkt im Ham­bi: Unseren Waldlehrp­fad, den wir mit Michael Zobel, Eva Töller und anderen Unter­stützern an der Tage­baukan­nte in 2020 eröffnet hat­ten. Einige Blessuren der Win­terzeit haben wir in den let­zten Wochen kuri­ert und drei neue Bäume gepflanzt.

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Tihange zwei … aus und vorbei

Der Count­down läuft. Am 1. Feb­ru­ar 2023 wird der bel­gis­che Ris­sereak­tor vor unser­er Haustür in Tihange endgültig abgeschal­tet! So ist es von der bel­gis­chen Regierung beschlossen. Glaubt ihr dran? Oder befürchtet ihr, dass die Bel­gi­er den Streck­be­trieb aus Deutsch­land importieren? Nach der großen Men­schen­kette über 90 km von Tihange bis Aachen (2017) und der Über­gabe von mehr als ein­er hal­ben Mil­lion Unter­schriften an die Atom­auf­sicht in Brüs­sel (2018) hat sich der Wind in Bel­gien gedreht. Nach unser­er Beobach­tung sog­ar so sehr, dass wir uns trauen einzu­laden zu ein­er… Tihange Abschalt Par­ty im forum M der May­er­schen Sam­stag, 4. Feb­ru­ar 2023 von 18 Uhr bis open end Wir pla­nen ein vielfältiges poli­tis­ches, kuli­nar­isches und musikalis­ches Pro­gramm für die Gele­gen­heit eure Mitstreiter:innen wiederzuse­hen … und mit ihnen die Tanzbeine zu schwin­gen. Details zum Pro­gramm in unserem Fly­er (HIER zum Run­ter­laden und Weit­er­schick­en) Der Ein­ritt ist frei. Trotz des großen Saals ist die Anzahl der Besuch­er für ein solch­es Fest jedoch begren­zt. Ver­gabe der Plätze erfol­gt in der Rei­hen­folge der Anmel­dun­gen. Zur Buchung: Klick auf das Logo – > oder scan­nen des QR Codes – > 

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Wir haben Post von der EU!

Wir haben eine Antwort zu unser­er Beschw­erde bei der EU zum Bau des neuen, unsicheren Zwis­chen­lagers in Tihange bekom­men. Beim ersten, schnellen Lesen erfahren wir, dass die deutschen Behör­den ange­blich über­haupt nicht auf die Auf­forderung des Bel­gis­chen Staates zur Stel­lung­nahme reagiert haben. In der Stel­lung­nahme der NRW Lan­desregierung zu unser­er Anfrage vom 03.06.20 liest sich das allerd­ings so: Mit Schreiben vom 30.11.2020 teilt uns das NRW Umwelt­min­is­teri­um mit, dass die nationale UVP der Bel­gi­er behauptet: “Die (bel­gis­che) Prü­fung kommt zu dem Ergeb­nis, dass gren­züber­schre­i­t­ende Umweltauswirkun­gen nicht zu besor­gen sind. Dieses Ergeb­nis ist im Detail in der Umweltverträglichkeitsstudie sowie des Weit­eren in der nicht­tech­nis­chen Zusam­men­fas­sung der Umweltverträglichkeits- Studie niedergelegt… Eine gren­züber­schre­i­t­ende Beteili­gung wurde dem­nach nicht durchge­führt. Das MULNV bedauert diese Entschei­dung und wird gemein­sam mit dem MWIDE und dem Innen­min­is­teri­um die beste­hen­den Kon­tak­te im Rah­men der Gremien­ar­beit auf Expertenebene (ins­beson­dere die deutsch- bel­gis­che Nuk­lear­kom­mis­sion DBNK) nutzen, um seinem Bedauern gegenüber dieser Vorge­hensweise Aus­druck zu ver­lei­hen. Fern­er soll im Rah­men der DBNK gemein­sam mit dem Bund darauf hingewirkt wer­den, im Fall weit­er­er Vorhaben zur Errich­tung von Zwis­chen­lägern am Ver­fahren beteiligt zu wer­den.” Die Antwort, die wir von der Rhein­­land-pfälzis­chen Lan­desregierung erhiel­ten, geht noch einen Schritt weit­er. Dort hat­te man von der bun­desweit zuständi­gen Stelle, dem Bun­de­samt für die Sicher­heit der nuk­learen Entsorgung (BASE), die Nachricht erhal­ten: “Eine Beteili­gung oder Infor­ma­tion des BASE durch die bel­gis­chen Behör­den ist nicht erfol­gt. Die zuständi­ge Genehmi­gungs­be­hörde AFCN (belg. Atom­auf­sicht) ist zu dem Ergeb­nis gekom­men, dass eine gren­züber­schre­i­t­ende Umweltverträglichkeit­sprü­fung nicht durchzuführen ist, da ihrer Ein­schätzung nach mit dem Vorhaben keine erhe­blichen gren­züber­schre­i­t­en­den Umweltauswirkun­gen ver­bun­den sind.” In der Able­hung unser­er Beschw­erde bei der EU heißt es allerd­ings: „Aus dem Königlichen Erlass vom 26. Jan­u­ar 2020 ergibt sich, dass die deutschen Behör­den von den bel­gis­chen Behör­den über die Pro­jek­te informiert und zur Teil­nahme am Genehmi­gungsver­fahren für das Lager aufge­fordert wur­den, die deutschen Behör­den dieser Auf­forderung jedoch nicht nachgekom­men sind… Unab­hängig davon, ob die Kon­sul­ta­tion auf frei­williger Basis erfol­gte oder nach der UVP Richtlin­ie (und den Übereinkom­men von Aarhus und Espoo) geset­zlich vorgeschrieben war, haben die bel­gis­chen Behör­den den deutschen Behör­den die Möglichkeit gegeben, zu dem Pro­jekt Stel­lung zu nehmen und sich an der öffentlichen Kon­sul­ta­tion zu beteili­gen. Aus diesen Grün­den wird Ihre Beschw­erde in Bezug auf einen Ver­stoß gegen die ein­schlägi­gen EU-Vorschriften über die Umweltverträglichkeit­sprü­fung von Pro­jek­ten, die unter die UVP-Richtlin­ie fall­en, nicht weit­er­ver­fol­gt.“ Wer sagt hier die Wahrheit?  Gle­ich am Anfang des EU- Schreiben wirft man uns belehrend vor: “Unter Beru­fung auf die Richtlin­ie über die nuk­leare Sicher­heit ver­weisen Sie außer­dem auf ange­bliche Män­gel bei Ausle­gung und Stan­dort, machen dabei jedoch keine Angaben darüber, gegen welche spez­i­fis­chen Bes­tim­mungen die bel­gis­chen Behör­den Ihrer Ansicht nach ver­stoßen haben.” Sehr geehrter Herr Ion Code­s­cu (zuständi­ger Refer­at­sleit­er bei der EU- Kom­mi­sion), was erwarten Sie von uns? In Ihrem dig­i­tal­en Beschw­erde­vor­druck erlauben sie ger­ade mal 7.000 Zeichen Text, den wir großen­teils aus­ge­füllt hat­ten. Darin gaben wir ganz konkrete Hin­weise darauf, dass der Sicher­heits­bericht des Betreibers, den die FANC genehmigt hat­te, große Lück­en und Fehlein­schätzun­gen aufweist, gemessen an den anson­sten in der EU üblichen aktuellen technischen

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Scheinheilige Atomdebatte und die Folgen

„Wir brauchen die Atom­kraft nicht – auch nicht in dieser Energiekrise“ so titelt der aktuelle Artikel von Ani­ka Lim­bach in der Wochen­zeitung „der Fre­itag“. Ihre Analyse der Ergeb­nisse des 2. Stresstestes zur Stromver­sorgung im kom­menden Win­ter ent­larvt die aktuellen Bestre­bun­gen zum Reserve- oder Streck­be­trieb oder gar Laufzeitver­längerung als poli­tis­ches Geschacher, bei dem fak­ten­frei Pop­ulis­mus betrieben wird. 

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Baggerdrama in Lützerath

Ich war am 9.03.2022 als ein­er der Red­ner bei der Pressekon­ferenz an der Mah­nwache in Lützerath … und war geschockt. Als ich mit Eva Töller am Wen­de­ham­mer vor der Mah­nwache ankam, hat­ten wir einen RWE — Bag­ger bei seinem Zer­störungswerk direkt vor unseren Augen. Vor dieser Kulisse fand die Pressekon­ferenz vor eini­gen laufend­en Kam­eras statt und mit dutzen­den Jour­nal­is­ten, die online ihre Fra­gen stell­ten. Als ich nach der Ver­anstal­tung das Video drehte (HIER anschauen), stand neben mir ein Polizist — ger­ade als einzel­ner angereist — mit einem Fer­n­glas den Bag­ger fokussierend. Auf meine Nach­frage erfuhr ich, dass er vom Polizeiprä­sid­i­um in Aachen dort hin­be­ordert wurde, um die Ent­fer­nung zwis­chen dem Wall am Rande des Betrieb­s­gelän­des zum Bag­ger zu messen. Ganze 116 Meter betrug der Abstand. Kön­nte es sein, dass unsere Ord­nung­shüter sich dies­mal zum Schutz der Rechte von Bauer Eckardt Heukamp und den anderen Bewohn­ern des bedro­ht­en Dor­fes ein­set­zen wollen? Um welche Rechte geht es? In der Pressemit­teilung der Lan­desregierung zur neuen Leit­entschei­dung für das Rheinis­che Braunkohlere­vi­er hieß es vor ger­ade mal einem Jahr: „Erst­ma­lig schafft diese Leit­entschei­dung auch eine klare Vor­gabe für Abstände zwis­chen dem Tage­bau und den umliegen­den Orten. Hier sind zukün­ftig min­destens 400 Meter und bei Vere­in­barkeit mit der Rekul­tivierungs­pla­nung auch bis zu 500 Meter einzuhal­ten.” Und jet­zt? Das große Schweigen der poli­tisch Ver­ant­wortlichen. RWE darf es weit­er das machen, was wir ken­nen: Fak­ten schaf­fen, die unwider­bringlich Land­schaft, Wälder und beste Böden zer­stören. Darf ein Tage­baube­treiber entschei­den, was ein “bewohn­ter Ort” ist? Und was ist mit der öffentlichen Zusage des Konz­erns an die Rich­terin des OVG in Mün­ster? Man wolle “die Füße still­hal­ten” bis zum Urteil über die Klage des Bauern gegen die “vorzeit­ige Inanspruch­nahme” seines Hofes, so wurde es noch Anfang des Jahres in der Presse ver­laut­bart. Alles schon Maku­latur und das Papi­er nicht wert, auf dem die Öffentlichkeit (des)informiert wurde?  Was passiert ist grausig! Und wird Fol­gen haben — vielle­icht auch von uner­warter Seite. Es wurde schon vor ein paar Tagen eine Anzeige beim Ober­bergamt gegen das Vorge­hen von RWE ein­gere­icht. War das der Grund, warum der Polizist vor Ort war? Ich werde diesen Beitrag ergänzen, wenn wir Genaueres wis­sen. Hin­ter­grund­in­fos für die Presse kann man HIER Nach­le­sen. Frustige und wütende, aber jet­zt erst recht weit­er wider­ständi­ge Grüße,  Robert Borsch-Laaks

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Wie Wärmewende wirklich wird.….

Der Ref­er­ent zeigt aus langjähriger Prax­is als Bausachver­ständi­ger, wo es lang gehen muss … und auch verblüf­fend ein­fach gehen kann:
Zum richti­gen Zeit­punkt die richti­gen Entschei­dun­gen tre­f­fen für die wirk­same Senkung der Wärmev­er­luste und einen zukun­fts­fähi­gen Umbau der Heizanlagen.

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RWE gibt klein bei … oder doch nicht?

Die dro­hende Räu­mung und Zer­störung des let­zten bewohn­ten Bauern­hofs im Dorf Lützerath an der Tage­baukante in Garzweil­er ist vor­läu­fig aus­ge­set­zt bis zur Entschei­dung des OVG Mün­ster zur vorzeit­i­gen Inbe­sitz­nahme durch den Kohlekonz­ern. Dieser Beitrag erläutert mit Blick auf die Geschichte der juris­tis­chen Auseinan­der­set­zun­gen zu den Tage­bauen, was dies bedeuten kann.

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