Klimaschutz kommt nicht vor

Der Vorschlag der Kohlekom­mis­sion ist zu mut­los, zu wenig, zu spät!
Was in der Kohlekom­mis­sion aus­ge­han­delt wurde, ist in Wahrheit das Gegen­teil von einem So-schnell-wie-möglich: Es ist der höch­ste Bestandss­chutz für Kohlekraftwerke, der gegen einen bre­it­en gesellschaftlichen Wider­stand möglich war. Das zeigte sich auch am Börsen­wert der RWE-Aktie, die unmit­tel­bar nach dem Kohle-Kom­pro­miss Aufwind bekam…
sagt Ani­ka Lim­bach.
Der Artikel ist auch in “der Fre­itag” erschienen und wurde uns fre­undlicher­weise von Ani­ka zur Ver­fü­gung gestellt.

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Besinnlicher Advent

Wir wün­schen Euch und euren Fam­i­lien ein ruhiges Wei­h­nachts­fest und alles Gute für das kom­mende Jahr. Gerd Schinkel: Zwis­chen dem 3. und 4. Adventsson­ntag lag am Rand ein­er Straße durch den Ham­bach­er Wald ein totes Reh. Mir bot es die Inspi­ra­tion zu einem Stim­mungslied, passend zur Jahreszeit und zur Sit­u­a­tion…

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Brennelementefabrik Lingen: Brand im nuklearen Bereich

Die Bren­nele­mente-Fab­rik im nieder­säch­sis­chen Lin­gen beliefert Atom­kraftwerke weltweit. Nun bran­nte es im nuk­learen Bere­ich der Anlage. Auch auf­grund von Falschin­for­ma­tio­nen zum Brand ste­ht die Zuver­läs­sigkeit des Betreibers in Zweifel. Für die Antiatom-Bewe­gung ste­ht fest: Zu einem kon­se­quenten Atom­ausstieg gehört auch die Stil­l­le­gung der Bren­nele­mente­fab­rik.

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Forschungen zu neuem Reaktortyp in Deutschland!

„Ein­fach eine Bombe bauen“ Reak­tor­sicher­heit­sex­perte Rain­er Moor­mann über die Pro­lif­er­a­tions­ge­fahr von Tho­ri­um-Reak­­toren und von Euratom finanzierte Forschun­gen in Deutsch­land, die solch neue AKW erst möglich machen sollen Rain­er Moor­mann Herr Moor­mann, Fernseh-Dokus und Presse-berichte preisen Tho­ri­um als Atom­brennstoff der Zukun­ft, Wissenschaftler*innen forschen an neuen Reak­toren, die damit laufen sollen – ange­blich alles ganz unge­fährlich. Ist das so? Mit Sicher­heit nicht. Tho­ri­um hat kleine Vorteile bei der Entsorgung, hat Nachteile bei der Sicher­heit und ganz große Nachteile hin­sichtlich der Pro­lif­er­a­tions­ge­fahr. Atom­bomben aus Tho­ri­um? Tho­ri­um selb­st ist kein Spalt­stoff, kann also auch nicht als Brennstoff für Reak­toren dienen. Aber man kann daraus in einem Reak­tor Uran‑233 erbrüten – und das hat ganz ähn­liche Eigen­schaften wie das bekan­nte Uran‑235 … … das in allen herkömm­lichen Uran-Bren­nele­menten enthal­ten ist. Aber nur zu etwa 5 Prozent und ver­mis­cht mit dem nicht spalt­baren Uran‑238. Liegt Uran‑235 rel­a­tiv pur vor, also in hoher Anre­icherung, kann man damit ziem­lich ein­fach eine Atom­bombe bauen. Es genügt, zwei knapp unterkri­tis­che Massen davon aufeinan­der zu schießen. Für Uran‑233, wie es in Tho­ri­um-Reak­­toren entste­ht, gilt das genau­so. Mit Plu­to­ni­um geht das bei Weit­em nicht so ein­fach. Die Investi­tio­nen, die man für solche Uran­bomben täti­gen muss, sind rel­a­tiv klein, die Tech­nolo­gie bekan­nt. Das kriegen auch Ter­ro­ror­gan­i­sa­tio­nen hin. Insofern ist die Ver­bre­itung des Tho­ri­umkreis­laufs schlicht unver­ant­wortlich. Zu den am meis­ten disku­tierten Tho­ri­um-Reak­torkonzepten – jeden­falls bei jenen, die von ein­er „Gen­er­a­tion IV“ neuer AKW träu­men – gehören die soge­nan­nten Flüs­sigsalzreak­toren. Was ist an denen so prob­lema­tisch? Vor allem die in vie­len Konzepten vorge­se­hene inte­gri­erte Wieder­a­u­far­beitungsan­lage (WAA). Da kann man leicht Waf­fenu­ran abzweigen – oder noch bess­er sein kur­zlebiges Vor­läufer­nuk­lid Protactinium‑233, das dann zu hochreinem und opti­mal waf­fen­fähi­gen Uran‑233 zer­fällt. Warum sehen die Konzepte eine solche inte­gri­erte WAA über­haupt vor? Weil damit störende Nuk­lide aus dem Reak­tor ent­fer­nt wer­den kön­nen. Selb­st wenn ein als Brüter konzip­iert­er Reak­tor keine große und kom­plexe inte­gri­erte WAA etwa zur Pro­­tac­­tini­um-Abschei­­dung enthält, muss man min­destens das entste­hende über­schüs­sige Uran‑233 kon­tinuier­lich abschei­den. Das strahlt dann zwar, es ist mit­te­lak­tiv, aber trotz­dem für den Bau von Atom­waf­fen gut nutzbar. Wer sowas vorhat, lässt sich schließlich kaum von ein­er Strahlen­schutzverord­nung davon abhal­ten. Rain­er Moor­mann, 68, Physiko­chemik­er, arbeit­ete 36 Jahre lang am Forschungszen­trum Jülich. Er deck­te die Sicher­hetismän­gel von Kugel­haufen­reak­toren auf und erhielt dafür 2011 den Whistle­blow­er­preis der Vere­ini­gung Deutsch­er Wis­senschaftler (VDW) und der deutschen Sek­tion der atom­waf­fenkri­tis­chen Juris­ten­vere­ini­gung IALANA. Ließen sich Flüs­sigsalzreak­toren nicht auch mit Uran betreiben? Doch, es geht sog­ar leichter: Ein kanadis­ches Unternehmen etwa entwick­elt bere­its eine solche Vari­ante. Ich ver­mute mal, dass die Amerikan­er und Russen schon ver­hin­dern wollen, dass sich der Tho­ri­um-Kreis­lauf etabliert. Denn son­st kön­nten sie ihre ganzen Bemühun­gen um Nicht-Weit­er­ver­bre­i­tung von Atom­waf­fen eigentlich ein­stellen. Warum wird die Tho­ri­um-Vari­ante dann über­haupt ver­fol­gt? Das erschließt sich mir nicht wirk­lich. Es sind in der Regel kleine Star­tups, die das machen. Das scheint so eine Art Hype zu sein. Bedauer­licher­weise finanziert auch die Euratom die Entwick­lung solch­er Tho­ri­um-Reak­­toren. Das halte ich für völ­lig unver­ant­wortlich. Gibt es Forschung dazu auch in Deutsch­land? Im Joint Research Cen­ter (JRC) Stan­dort Karl­sruhe, einem Forschungszen­trum der Euratom

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Von Huy nach Pfui — Trinationale Bootaktion in Tihange

Sam­stag, 29.09.2018  12:30 – 18 Uhr (ab/an Aachen — Bf. Rothe Erde) Eine gemein­same Aktion der tri­na­tionalen Bürg­erini­tia­tiv­en gegen Tihange aus B‑NL‑D Am 14.10. 2018 find­en in Bel­gien die Gemein­der­atswahlen statt, fra­gen wir die Poli­tik­er vor Ort was Sie nach der Wahl mit Tihange 2 tun wer­den! Zeit­plan: 12:30 Uhr         Abfahrt des Busses von Bahn­hof Rothe Erde. 14.00 Uhr         Ein­schif­f­en in Huy zur ersten Fahrt (AUSGEBUCHT!). Alle anderen Teil­nehmer wer­den mit dem Bus zum Aktion­s­gelände gefahren. 14.30 Uhr         Von dort weit­ere Fahrten — alle Teil­nehmer haben die Möglichkeit zur Boots­fahrt und das „Vergnü­gen“ T2 aus der Nähe zu betra­cht­en und Infos zu bekom­men. 14.40 Uhr         Start der Kundge­bung am Flus­sufer direkt gegenüber von Kernkraftwerk N617 Frit­ten, Rind­fleisch- oder Käsekroket­ten aus unser­er Fri­t­ure Nucléaire. Genießt mit uns den idyl­lis­chen Aus­blick auf das Kraftwerk in unserem offe­nen Zelt. Getränke wer­den gegen kleines Geld abgegeben. Diskus­sion über die Sicher­heit der Tihange 2 und Doel 3 Risse Reak­toren mit Kan­di­dat­en für die Wahl zum Gemein­der­at. Live Musik in drei Sprachen Pow­er­Point Vor­trag: Dat­en zu Fehlstellen/Risse. Präsen­ta­tion: Tihange und die lokale Poli­tik Reden von Poli­tik­ern zu Tihange. Pas­cal Plusquin, Oliv­er Krisch­er, Jean-Marc Nol­let, Mar­co Van­hees Die EIN-Minuten Rede der Kan­di­dat­en für den Gemein­der­at über Ihre Ziele in der Lokalpoli­tik bezo­gen auf die Ris­sereak­toren Spek­takel — Schau- und Hör­spiel zum Abschluss 17.00 Uhr         Die Busse wer­den direkt vom Kundge­bungs­gelände zurück­fahren (Ankun­ft Rothe Erde ca. 18:00)  Adresse bei eigen­er Anreise: Quai de Com­piègne75-73, 4540 Huy, Bel­gium (50.536785,5.258333) ANMELDUNG ZUR BUSFAHRT / erste BOOTSTOUR: Anmel­dung per Mail an info@3rosen.eu. Der Kosten­beitrag beträgt ca. 10 Euro und wird im Bus kassiert. Orga Bus/ViSdP: Ini­tia­tive 3 Rosen e.V., Drei Rosen Straße 30, 52066 Aachen;www.3rosen.eu  

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Klimastudie: Braunkohle Klimakiller Nummer 1

Aktuelle Stunde | 20.08.2018 | 02:37 Min. | Ver­füg­bar bis 20.08.2019 | WDR Für 2020 kann Deutsch­land seine Kli­maziele nicht mehr erre­ichen. Eine neue Studie des Deutschen Insti­tuts für Wirtschafts­forschung kommt zu dem Schluss, dass sie bis 2030 noch zu erre­ichen sind. Dafür müssten die Braunkohle-Kraftwerke in Nor­­drhein-West­­­falen allerd­ings unverzüglich run­terge­fahren wer­den.  

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STOPPT BRAUNKOHLE!

Während die Kohlekom­mis­sion über den Zeit­plan für den Kohleausstieg ver­han­delt, will der Energiekonz­ern RWE Fak­ten schaf­fen und ihn im Allein­gang hin­auss­chieben. Ab Herb­st will er den Ham­bach­er Wald ohne Not weit­er roden und damit neue Flächen für den Kohleab­bau erschließen. Damit will der Konz­ern offen­sichtlich zeigen: Er ist an einem gesellschaftlichen Kon­sens zum Kohleausstieg nicht inter­essiert. Bitte sor­gen Sie dafür, dass RWE keine Rodung vorn­immt — solange über den Kohleausstieg ver­han­delt wird. Der Ham­bach­er Wald muss erhal­ten bleiben! Peti­tion auf Cam­pac Kleben Sie Fen­ster­plakate mit der Auf­schrift “Stoppt Braunkohle” in die Fen­ster Ihrer Woh­nung, in öffentliche Ein­rich­tun­gen, auf Flächen in Restau­rants, Läden und wo auch immer man die Botschaft gut sicht­bar machen kann. Die Fen­ster­plakate “Stoppt Braunkohle” wur­den von Aach­en­er Aktivis­ten im Zusam­men­hang zur Anti-Braunkohle-Protest­be­we­­gung im Ham­bach­er Wald ent­wor­fen. Sie sollen nicht nur in der Region Aachen son­dern auch bun­desweit als Sym­bol für den Ausstieg aus der kli­maschädlichen Braunkohle Ver­bre­itung find­en. Der SFV stellt die zwei unter­schiedlichen Plakate (mit und ohne Bezug zum Ham­bach­er Forst) als Down­load zum Aus­druck­en in A4 bzw. A3 zur Ver­fü­gung (Siehe Beitrags­bild). unter https://www.sfv.de/artikel/fensterplakat_stoppt_braunkohle_.htm

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