Bus zur IAA Demo!

Größere Autos, mehr PS, höherer Verbrauch – für solche Autos steht die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Betrügerische Autokonzerne feiern dort ihre dicken SUVs und Spritschlucker. Und die Bundesregierung applaudiert, anstatt Konsequenzen aus Klimakrise und Abgasskandal zu ziehen. Doch wir Bürger*innen haben die autofixierte Verkehrspolitik schon längst satt. Mit der Verkehrswende könnte es ganz anders aussehen:Spielplätze statt Parkplätze; Flaniermeilen statt Blechlawinen; sicheres Radfahren; entspanntes Reisen mit Bus und Bahn; kluger Einsatz von erneuerbaren Energien statt klimaschädlichem Benzin und Diesel. Am 14. September, wenn die IAA für Besucher*innen öffnet, demonstrieren wir mit vielen tausend Menschen für eine schnelle Verkehrswende! Mehr Infos findet ihr auf der Webseite IAA-Demo.de. Damit auch viele Menschen aus Aachen dabei sein können, organisiert Greenpeace Aachen einen Bus vom Aachener Hauptbahnhof nach Frankfurt. ANMELDUNG: https://aachen-hat-energie.de/iaa/iaa.phpDie Kosten belaufen sich auf 15 Euro pro Person (Soli-Preis: 10 Euro) und werden im Bus eingesammelt.Los geht es um 8:30 Uhr am Aachen Hbf, Rückfahrt ist um 16:30 Uhr

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Noch keine Sommerpause

Unisono erklären alle Verantwortlichen, dass sie den „Kohlekompromiss“ 1:1 umsetzen wollen. Egal ob Bundes- oder Landespolitiker oder RWE-Vorständler. Was sie aber tun, ist was ganz anderes. Initiativen der Bundesumweltministerin Svenja Schulze befinden sich im Sperrfeuer der Kritiker aus der Union. Altmaier ist unfähig die Strukturwandel- Milliarden für den Kohleausstieg mit gesetzlichen Vorgaben zum Klimaschutz zu verknüpfen. Und RWE macht weiter wie vor Jahrzehnten geplant.  Jetzt steht die Weichenstellung für die Grundwasserabsenkung 2020 bis 2030 für den Tagebau Hambach unmittelbar bevor. Das Oberbergamt in Arnsberg, hat die Umweltverträglichkeits-Prüfung für den RWE Antrag zur „Sümpfung“ von 450 Mio. cbm Grundwasser pro Jahr im kommenden Jahrzehnt veröffentlicht. Dieses Video aus der WDR- Lokalzeit vom 23.07. erklärt die Hintergründe. Einsprüche können nur noch bis zum 6. Aug. 2019 eingereicht werden. Und diese sollten nicht nur von den Umweltorganisationen sondern von möglichst vielen besorgten Bürgern kommen. Lasst uns den Briefkasten, das Fax und die Mailbox der Genehmigungsbehörde fluten mit Schriftstücken, mit denen sie sich qua Amt beschäftigen müssen. Jede/r kann das tun! Formulierungshilfe für unser gutes Recht Ihr müsst euch nicht durch tausende Seiten RWE- Dokumente quälen. Diese gibt es Online HIER. Auf dieser offiziellen Webseite des Bergamtes stehen auch die Regularien für die Zustellung der Einwendungen (Post, Fax oder digital signiertes Mail) Drei Vorschläge helfen, eure persönliche Stellungnahme zu formulieren. Es sind dies allesamt Auszüge von Einsprüchen aus der Zivilgesellschaft und sind von den Autor*innen zur eigenen Verwendung freigegeben. Sie haben unterschiedliche Schwerpunkte und Textlängen. Von einer kurzen Klimapolitischen Stellungnahme über eine ausführliche Textsammlung bis hin zu einer fachlich fundierten Detailkritik zur Gefährdung der Wasserversorgung im großen Einzugsgebiet der verstärkten Sümpfungsmaßnahmen (letzteres mit Bildmaterial, Download dauert etwas). Nach den Wochen der Proteste gegen das Vorrücken der Bagger an den Waldrand (zuletzt kamen am So, 14.07. über 600 Menschen zum Waldspaziergang) ist jetzt der Widerstand an der Computer-Schreibmaschine dringend notwendig. Schreibt mit eigenen Worten und/oder wählt aus den obigen Angebote aus. Denn alles was aktenkundig wird, wird nie vergessen werden. Eure Enkel werden euch danken, dass ihr getan habt, was ihr konntet. Unser nächstes Thema: Gefährden die aktuellen Grabungen der RWE-Bagger den Wasserhaushalt für die Bäume und das Land? Ein Bild des Kölner Fotografen Herbert Sauerwein von Mai 2019, zeigt die Gefahr: Ein „Ausbluten“ der noch verblieben Grundwasser-reservoire an der frischen Schnittkante.

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Bäume können sich nicht aufbäumen…

… der Mensch sehr wohl. Das las ich letzthin in einem eher lyrischen Text über das Verhältnis Mensch und Baum. Und es passt genau auf das, was wir tun müssen, um weitere Opfer zu verhindern. Beim nächsten Hambacher Waldspaziergang, So 14.07.2019, werden wir uns an der Rodungskante versammeln, die mittlerweile nur noch 50 m von der Tagebaukante entfernt ist, und den Opfern des RWE Landraubs gedenken. Hier an der Stelle, wo der Bagger vor unseren Augen am letzten Sonntag bei der spontanen ROTEN LINIE arbeitete, liegen ein dutzend Hainbuchen – ehemals kräftige junge Bäume („jung“ heißt im Baumleben einige Jahrzehnte alt sein). Sie waren der irRWEgigen, neuen Herausforderung auf einmal Waldrand zu sein, nicht gewachsen. Dort wird ein besonderer Teil des Waldspaziergangs am 14.07. in einem traurigen, aber kraftvollen Aufbäumen der Menschen enden, die sich dort niederlassen. Das Waldstück, zu dem diesmal der Waldspaziergang führt, ist ein lebendes Denkmal des erfolgreichen Widerstandes des letzten Jahre. Dieser Teil des Blatzheimer Bürgewaldes wurde gerettet durch den ersten gerichtlich verfügten Rodungsstopp in der beginnnenden Rodungungssaison 2017. Jetzt droht diesem einzigen Restwald nördlich der alten A4 (=ROTE LINIE von 2016) der Garaus dadurch, dass die Tagebaukante immer näher rückt. Das Eingangsbild zu diesem Blog zeigt was nach den neusten Luftbildaufnahmen und unseren Satelliten-Recherchen sich abzeichnte: Vom 4. bis 6. Juli wurde der westliche Teil der Förderbandstrecke verschwenkt, so dass sie an ihrem Endpunkt um etwa 100m vorgerückt ist, anschauen HIER. Dies erlaubt die Verlängerung des Föderbandes im Osten, so dass über die ganze Breite des Waldes das Tagebauloch weiter vorrücken kann. An diesem Waldrand an der noröstlichen Ecke des Hambi wollen wir am Sonntag die Alarmstufe in ROT leuchten lassen, in einer Picketline auf dem Wall im Gänsemarsch vorbeiziehen und uns schützend vor die Bäume stellen und setzen. Start: So, 14.Juli, 12.00 h in Manheim an der Kirche. Michael Zobel zeigt uns auf dem Weg zur alten A4 die grauenhafte Dorfzerstörung und führt uns dann zur BUND Wiese mit dem Hambach Mahnmal (Gelbes X, dort kann auch starten, wer erst später dazustoßen kann. Zufahrt frei, Parkplätze vorhanden). Dort sind wir schon in Sichtweite des Platzes, der im Zentrum des Spaziergangs steht. Wir erfahren, was das Baggern bis in die Nähe der Wurzeln für den Wasserversorgung der Bäume bedeuten kann und vieles mehr vom „Waldmeister“ und seinen Mitstreitern. Weitere Infos von ihm HIER. Macht euch auf den Weg, um vor den Sommerferien noch mal ein deutlich zu sagen: Stoppt den Bagger! KEINEN METER WEITER! Alarmstufe ROT … für den Wald … für die Dörfer … für den Kohlekompromiss

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Keinen Meter weiter! Rote Linie am So, 30.06.

Seit Wochen haben wir aus dem Orbit das Treiben der RWE Bagger in Hambach beobachtet. In der letzten Woche war uns klar, dass die Annäherung an die Waldkante sich dramatisch zuspitzen wird. Am Do, 27.06., hatten wir zu einem Pressetermin vor Ort eingeladen. Noch am Morgen des Tages hätten wir nur wenige Meter vom Giganten der Zerstörung gestanden. Aber als um 18.00 h mit uns rund 60 Menschen vor Ort waren, hatte sich der Bagger ein paar hundert entfernt in den Hintergrund verzogen. Hatte RWE Angst vor der Öffentlichkeit, vor unbequemen Nahaufnahmen vom Landraub an der Waldkante? Nun ja, der Baggerfahrer und seine Maschine hatten ihre Arbeit getan. Sie waren bis an Ende der aktuellen Förderbandstrecke gegangen – genau dortin, wo wir es erwartet hatten. Die wachsame Security und die im Wald bereitstehenden Polizeikräfte verhinderten, dass die Kameras in eine Position gebracht werden konnten, um das Loch und seinen Verursacher auf einem Bild zu dokumentieren waren. Nur dieses unscharfe Bild aus der WDR Lokalzeit vom 27.06., um die Mittagszeit aufgenommen, zeigt, was wir gerne auch dokumentiert hätten. Was blieb war ein Blick vom Wall am Waldrand in das Loch. Die Protestgänse auf dem Marsch über den Wall am Saum des Waldes. Leider konnten wir nicht fliegen. Am Ende hat der Gut-zu-Fuß-Trupp von FFF, PFF & OFF das Nachlaufen mit dem Bagger gewonnen – und ihn bei den Restarbeiten hinter der Schranke des Betriebsgeländes gestellt. … es geht weiter: spontane Rote Linie, am So, 30.06. Aktive aus der Klimagerechtigkeits-Bewegung haben kurzfristig die Initiative ergriffen und starten um 12.00 h am Kieswerk Collas zur Wanderung durch den (kühlen) Wald. Ziel ist der Bereich, in dem sich das Drama der letzten Tage abspielte. Auf dem Wall vor den bedrohten Bäumen wird dann ca. ab 13.00 h die rote Linie aufgebaut. Ein anderer Schweif wird sich von der östlichen Waldkante nähern. Treffpunkt: 12.30 h an der BUND Wiese hinter Manheim. Dort erwarten euch das 3Rosen Team & Friends und gewähren sofort einen Blick in das große Loch im Boden. Besonders attraktiv für alle Fotografen und Kameraleute. Mobilisiert alle, die ihr erreichen könnt, damit klar wird, dass Rote Linien auch im Eiltempo eindrucksvoll werden können. Hier noch unsere Presseinformation vom Donnerstag mit ausgewählten und kommentierten Luftbildern dazu (hilft auch zu Orientierung im Gelände): https://3rosen.eu/wp-content/uploads/2019/06/Presseinfo-27.06_korr-1.pdf … und der großartige Artikel von Bernd Müllender in der taz … und die aktuelle Stellungnahme des BUND, die Dirk Jansen am Donnerstag vor Ort der Presse erläutere. … und die Satellitenbilder, die im Zeitraffer zeigen, wie im Laufe des Juni der Bagger marschiert ist und ein Video vom Drohnenflug vom 25.06. … und ganz frisch ein Satellitenbild von heute morgen gegen 10 Uhr, das zeigt, dass der Bagger wieder an der Waldecke gräbt und noch ca. 30 m weiter vorrrücken und sich dabei weiter dem Wald nähern kann. Ob er morgen Mittag noch dort zu finden ist???

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Gemeinsame Presseerklärung zum Klimanotstand in Aachen

Wir veröffentlichen hier die gemeinsame Presseerklärung der Umweltverbände zum Beschluss des Stadtrates von heute. Wir haben diese Presseerklärung gestern verschickt, leider wurde sie anscheinend nicht, teilweise oder mit anderen Augen gelesen. Dies deuten wir aus der Berichterstattung die man in unserer lokalen Presse lesen konnte. Daher bieten wir euch die Möglichkeit euch ein eigenes Bild zu machen. Hier ein Auszug, weiter unten könnt Ihr die gesamte PE als PDF runterladen. Die Klimakrise bedroht uns alle Wir steuern aktuell auf die größte Krise zu, der sich die Menschheit jemals stellen musste. Durch menschliche Treibhausgasemissionen hat sich die Atmosphäre bereits um 1 Grad erwärmt und dramatische Folgen sind schon jetzt in weiten Teilen der Erde zu spüren, so auch in Aachen: Wochenlang mussten im letzten Sommer die Stadtbäume gewässert werden, Starkregenereignisse überschwemmten das Stadtgebiet und die steigende Durchschnittstemperatur macht dem Aachener Stadtwald zu schaffen. Trotzdem reagieren die Regierungen auf den verschiedenen Ebenen bisher kaum auf die Bedrohung. Die derzeitigen europäischen und deutschen Klimaziele reichen nicht aus, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen und die Ziele der Bundesregierung werden darüber hinaus weit verfehlt. Aktuell steuert die Menschheit auf eine Erwärmung von 3 bis 4 Grad Celsius zu – eine Katastrophe mit Folgen, die heute niemand abschätzen kann. Womöglich wird sich die Erwärmung durch Kipppunkte weiter beschleunigen und ab dann nicht mehr zu stoppen sein. Die Lebensbedingungen auf der Erde werden sich dadurch radikal verändern. Ob sie für Menschen geeignet wären, weiß heute niemand. In Anbetracht dieser Krise müssen so schnell wie möglich weitreichende Veränderungen umgesetzt werden, um die CO2-Emissionen auf null zu reduzieren. Viele Kommunen haben in den letzten Wochen anerkannt: Wir befinden uns in einer akuten Notsituation, die konsequentes und radikales Umdenken erfordert – und das so schnell wie möglich. Die Ausrufung des Klimanotstandes ist dabei der konsequente erste Schritt und sollte einen erkennbaren Wendepunkt in der Klimapolitik darstellen. Der GroKo-Antrag ohne Ausrufung des Klimanotstandes reicht nicht aus In Aachen entdeckte zunächst die SPD das Thema für sich. Mit einigen guten Ideen aus anderen Städten und einer inhaltlich starken Begründung formulierte die Partei einen „Klimaweckruf“, welchen sie an ihre Fraktion weiterreichte. Wir Verbände begrüßten es, dass Klimaschutz nun endlich auch für die Aachener Regierungskoalition ein Thema werden sollte und nahmen die darin formulierte Einladung zur Beteiligung gerne an, schärften nach und brachten weitere Forderungen mit hinzu. Die daraus entstandene Resolution der Verbände verschickten wir anschließend an alle Fraktionen mit der Bitte um einen gemeinsamen Beschluss im Rat der Stadt Aachen. Doch anstatt, wie in vielen anderen Städten geschehen, fraktionsübergreifend und gemeinsam mit den Verbänden mit der Ausrufung des Klimanotstands ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen, werden CDU und SPD in Aachen ausdrücklich „nicht der Klimanotstand ausrufen“, mit der Begründung, damit „plakative Panikmache“ verhindern zu wollen. Ohne die Ausrufung bzw. Erklärung des Klimanotstandes fehlt dem „Klimanotstand“ jedoch sein wesentlicher Bestandteil: Die Anerkennung der Notsituation, in der wir uns durch die akute Bedrohung durch die Klimakrise befinden.

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Unser Bus zum großen Aktionstag am Garzweiler Tagebau

Wir protestieren am Samstag, 22. Juni 2019 gemeinsam mit Tausenden am Tagebau Garzweiler! Wir haben noch Plätze in unserem und im Greenpeace AC Bus frei! Start jeweils um 10.00 Uhr am Hbf (Greenpeace) und Bf. Rothe Erde (3 Rosen) Reservieren unter: https://aachen-hat-energie.de/kohle_stoppen/kohle_stoppen.php Es besteht sowohl die Möglichkeit ab Hochneukirch an der Tagebaurand- Demo teilzunehmen (ab 11.00 h) oder auch gleich nach Keyenberg weiterzufahren, wo die Kundgebung (13.00 Uhr) und die „Platz nehmen“ Aktion stattfinden werdwn. Alle INFOS zum Aktionstag unter: https://www.alle-doerfer-bleiben.de/aktionstag/ Auch in Garzweiler rücken die Bagger rapide weiter vor, obwohl es keinerlei bergbaulichen Grund dafür gibt jetzt die obersten Sohlen auf mehrere hundert Meter zu verbreiten. Lasst uns gemeinsam einen menschlichen Schutzwall ringsum die Dörfer bilden. Die Aktionsfarbe ist gelb! Aktuelle Infos zum Verlauf der Tagebaukante im März (kurz vor dem Sternmarsch der Dörfer) und jetzt (kurz vor der Aktion am 22.06.) könnt hier anschauen im Bereich Keyenberg und Immerath. Wir müssen uns dem Landraub entgegenstellen und die Dörfer schützen. Lasst alles stehen und liegen und fahrt mit uns zur Aktion!

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