Tihange-Doel Radiation Monitoring – das unabhängige Radioaktivitäts-Messnetz

Radioaktive Strahlung ist nicht spürbar. Mit Strahlungs­sensoren kann die atmosphärische Radioaktivität jedoch messtechnisch erfasst und mit Computerhilfe in Zahlen und Messkurven ’sichtbar‘ gemacht werden. Dafür baut derzeit ein Projektteam unter der Trägerschaft des Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF) ein unabhängiges Netz von Radioaktivitäts-Sensoren in der Region Tihange-Doel-Aachen auf. Mehr auf unserer Website http://tdrm.eu/de

Newsletter Februar_1: Hier ist was los und nicht nur hier…

Hallo liebe Mitstreiter*innen,
in Japan ist 2017 das „Jahr des Huhns“. Der Drahtkünstler Ken Oshidori hat uns dazu nebenstehenden Neujahrsgruß geschickt. Am Sonntagnachmittag, 19.02. 15.30 h, wird er mit seiner Frau Mako bei unserer Fukushima Veranstaltung im Haus der Kirche (Frère Rogerstr.) auftreten. Bitte verbreitet diesen Link zu den Programminfos an eure Freunde und Kollegen: -> Oshidori

Probleme mit maroden AKW haben wir nicht nur bei uns in der Euregio.
Ein anderes der vielen grenznahen AKW steht in Temelin im Dreiländereck D-CZ-A. Dort wurden gefährliche Schweißnähte direkt am Reaktordruckbehälter entdeckt … und vertuscht. Bitte unterstützt die Petition von Brigitte Artmann (Rednerin bei der letzten Tihange Demo) an die Bunderegierung: -> Petition Temelin

In Deutschland ist laut Ausstiegsbeschluss „Newsletter Februar_1: Hier ist was los und nicht nur hier…“ weiterlesen

LEBEN MIT DER KATASTROPHE – Fukushima 6 Jahre danach

So, 19. Februar 2017  15:30 Uhr im Haus der Kirche,
Frère Roger Str. 8-10, Aachen

Vortrag – Kultur – Diskussion
mit der japanischen Journalistin Mako Oshidori.

Veranstalter: Initiative 3 Rosen e.V. www.3rosen.eu
und Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V. www.sayonara-genpatsu.de

Unterstützer: Greenpeace Gruppe Aachen, Aikido- Gruppe im Aachener Judoclub, Evangelischer Kirchenkreis Aachen

Japan kommt nicht zur Ruhe. Im Dezember bebte erneut mehrfach die Erde. Ein Warnschuss, den aber die Regierung Abe nicht hören sondern weiterhin das Land massiv auf Atomkurs bringen will. Dennoch: Sechs Jahre nach der Katastrophe sind erst 2 der 54 Reaktoren wieder in Betrieb. Dies ist ein Teilerfolg des Widerstandes der Bevölkerung, von dem man hierzulande leider sehr wenig hört.

Deshalb haben wir Mako Oshidori, investigative Journalistin aus Tokyo, eingeladen, um uns aus erster Hand über die wahre Situation in ihrem Land zu berichten:
Ø     Über das schwierige Leben der Menschen in der Präfektur Fukushima,
Ø     über die Lage im havarierten Kraftwerk und seine Arbeiter,
Ø     über den Betreiber TEPCO und die Rolle der Kontrollbehörden
Ø     über alles, was in den Massenmedien inzwischen kaum noch vorkommt.

In der Pause nach dem Vortrag und danach erwarten uns japanische und deutsche Überraschungen – kulinarisch und kulturell.

TV- Berichte über Makos Deutschlandbesuch in 2014 unter diesen Linkl: Bericht 3sat   Bericht NDR

 
Mako Oshidori ist freie Journalistin und einer breiten Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Atomunglück in Fukushima 2011 bekannt. Sie ist die am häufigsten anwesende Journalistin auf den Pressekonferenzen des Kraftwerk-betreibers TEPCO. Sie macht es den Sprechern des Unternehmens sehr schwer, sich ihrer ausdauernden Anwesenheit und ihren hartnäckigen, detaillierten Fragen zu entziehen. Tatsächlich geben leitende Mitarbeiter von TEPCO zu, dass Oshidori auf vielen Gebieten besser informiert ist als sie selbst. Mako Oshidori beendete ein Medizinstudium, nachdem sie erfahren hatte, wie heilend es für die Opfer des Erdbebens von Kobe (1995) sein konnte, zum Lachen gebracht zu werden. 

Mako und ihr Mann Ken Oshidori treten auch als Comedy-Duo auf. Nach dem Atomunfall in Fukushima begannen die beiden ihre investigative Berichterstattung als freie Journalisten. Heute berichten sie sowohl über die Situation des Kraftwerks und seiner Arbeiter, als auch über die Reaktionen von TEPCO und den Kontrollbehörden. Beide sind Gründungsmitglieder der unabhängigen Medienagentur LCM Press.

 

Belgischer Atomausstieg ist möglich!

Die maroden belgischen Atommeiler Tihange 2 und Doel 3 können bis spätestens 2020 abgeschaltet werden. Mehr noch: Ein Atomausstieg bis 2025, wie ihn Belgien bereits im Jahr 2003 beschlossen hat, ist möglich.  Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Aachener Büros für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) und des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen im Auftrag des NRW-Umweltministeriums.

Link zum Artikel der AZ/AN                Die Studie als PDF

AN/AZ Dossier zu Tihange

In einer Auflage von mehr als einer halben Million Exemplaren hatte der Aachener Zeitungsverlag Mitte November ein Dossier zu Tihange publiziert. Die Druckversion ist vergriffen, aber hier können Sie ein PDF in ausgezeichneter Grafikqualität downloaden. Ein Kompendium zur einer Region, in der es brodelt.        (Mit freundlicher Genehmigung der Zeitungsverlag Aachen GmbH)
DOWNLOAD

AKTION: Une valise rouge – Gehen oder bleiben

Die Gefahrensituation, der wir hier in der Städteregion Aachen, wie im gesamten Euregio-Gebiet durch die belgischen Reaktoren „Tihange 2“ und „Doel 3“ ausgesetzt sind, provoziert die längst angebrachte, persönliche Frage nach dem Bleiben oder Gehen im Falle einer atomaren Katastrophe.
Das Foto-Projekt une valise rouge thematisiert diese Frage.

Im Zentrum steht dabei ein roter Reisekoffer zusammen mit einer Ausstellung von Fotos von für den Katastrophenfall gepackten Dingen. Diese werden Menschen zur Verfügung stellen, die sich bereits die Frage beantwortet haben:

Bleibe ich oder verlasse ich meine Heimat im Falle eines Super-GAUs?
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Neä, wat e Johr

Vor einem Jahr versammelten sich 2.000 Aachener*innen zum spontanen Protest gegen den Neustart von Tihange 2. Seit dem hat der Kampf gegen die Risse-Reaktoren das Gesicht von Aachen und drumrum verändert. Der Widerstand erreichte im Westzipfel der Republik eine Breite, die keiner für möglich gehalten hatte. Und das darf und muss weiterwachsen, denn das Ziel ist noch nicht erreicht. „Neä, wat e Johr“ weiterlesen

Petition gegen die neuen Müllgebühren in Aachen

Als Verein mit ökologischen Zielen, die über Energiefragen hinaus gehen, rufen wir auch auf, eine Petition zu unterzeichnen, die sich gegen die Neuordnungen der Müllgebühren in Aachen wendet: Müllpetition AC

. Bis Mitte Januar kann man noch die Initiatorinnen mit ganz viel Rückenwind zur Protestübergabe an den OB beflügeln.

ATOMUNFALL – Die Wahrheit bleibt auf der Strecke!

Die IPPNW Aachen plant am 4.2. 2017 eine Informationsveranstaltung zum Thema: Vermehrtes Aufkommen von Schilddrüsenkrebs bei jungen Menschen in Belgien nach Tschernobyl. Prof. Luc Michel, Professor für Chirurgieder Universität Löwen (Université catholique de Louvain) stellte einige Jahre nach Tschernobyl fest, dass er plötzlich junge Menschen an papillärem Schilddrüsencarcinom operieren musste, einem Krankheitsbild was ihm bis dato bei jungen Menschen nicht untergekommen war. Er begann zu recherchieren und musste feststellen, …. „ATOMUNFALL – Die Wahrheit bleibt auf der Strecke!“ weiterlesen